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Überführung der "Aida Nova": Spektakel auf der Ems: Weltweit erstes Erdgas-Kreuzfahrtschiff erreicht das Meer

Das weltweit erste mit Flüssiggas angetriebene Kreuzfahrtschiff hat die Passage auf der schmalen Ems von der Meyer Werft zur Nordsee gemeistert. Tausende Schaulustige haben die Überführung des 337 Meter langen Ozeanriesen verfolgt.

Bei der Meyer Werft in Papenburg am Montagabend: Schlepper bugsieren das Kreuzfahrtschiff "Aida Nova" vom Hafenbeckenin die Ems.

Bei der Meyer Werft in Papenburg am Montagabend: Schlepper bugsieren das Kreuzfahrtschiff "Aida Nova" vom Hafenbeckenin die Ems.

DPA

Das neue Kreuzfahrtschiff "Aida Nova" der Papenburger Meyer Werft hat jetzt auf der schmalen Ems die Nordsee erreicht. Am Dienstag passierte gegen Mittag der 337 Meter lange und 42 Meter breite Neubau die letzte Engstelle bei Gandersum. Am Emssperrwerk verfolgten zahlreiche Schaulustige die Durchfahrt des Schiffes. In Emden wurde es gedreht, nachdem es zuvor wegen der besseren Manövrierbarkeit rückwärts gefahren war. 

Für die Überführung hatte der Landesbetrieb NLWKN rund 49 Stunden zuvor die sieben Tore des Emssperrwerks geschlossen, um für den erforderlichen Wasserstand zu sorgen. Am Mittwochmorgen soll der Neubau vom niederländischen Eemshaven zu einer ersten Testfahrt in die Nordsee ablegen. Die "Aida Nova" gehört zu den größten in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffen. Es ist weltweit das erste Kreuzfahrtschiff, das mit Flüssiggas (LNG) betrieben wird.

Die Premierensaison für die "Aida Nova" beginnt  Mitte Dezember 2018 mit siebentägigen Kreuzfahrten ab den Kanarischen Inseln.

Es gibt aber auch Kritik: Zuschauer beschweren sich über die aufwendige Inszenierung und verweisen auf die Umweltschäden an der Ems. Naturschützer beklagen seit Jahren, dass der Fluss für Schiffsüberführungen mit Millionenaufwand ausgebaggert wird und an Sauerstoffmangel und Verschlickung leidet. 

Kreuzfahrtschiff "AIDAprima" belegt den dritten Platz.
tib/DPA

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