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13 Stunden Reisezeit: Kein Flugzeug da: Air Berlin bringt Fluggäste per Bus nach Stuttgart

Gute Fahrt statt guten Flug: Weil zwei Flüge von und nach Stuttgart gestrichen wurden, hat Air Berlin seine Passagiere mit Bussen transportiert. Reisezeit: 13 Stunden - statt 70 Minuten.

Maschinen von Air Berlin stehen auf dem Flughafen Tegel

Weil die Air Berlin Flieger nicht abhoben, wurden die Passagiere mit dem Bus zum Zielflughafen gebracht

Großer Ärger für Passagiere von Air Berlin: Weil zwei Maschinen nicht starten konnten, wurden die Fluggäste mit dem Bus von Berlin bis nach kutschiert. Reisezeit: 13 Stunden - statt 70 Minuten.

Wie die "BZ" berichtet, waren von der Aktion rund 100 Besucher betroffen, die nach dem langen Himmelfahrt-Wochenende eigentlich von Berlin nach Stuttgart fliegen wollten. Weil jedoch die Airline zwei Flüge von Tegel nach Stuttgart und jeweils zwei zurück in die Hauptstadt strich, wurden für die Passagiere zwei Busse bereitgestellt.

Air Berlin hat Ärger mit Aeroground

Grund für die Flugausfälle sind Probleme mit dem Bodendienstleiter Aeroground, die schon seit Ostern andauern. Der ist unter anderem für die Gepäckverladung und das Betanken der Maschinen zuständig.


Doch scheinbar bekommt man bei die Probleme nicht in den Griff: "Wir arbeiten jeden Tag mit Hochdruck daran, die Probleme mit unserem Bodendienstleister zu lösen", wird eine Sprecherin zitiert. "Wegen des Feiertages und der Großveranstaltungen wie Kirchentag und Pokalendspiel waren leider alle anderen Flüge ausgebucht. Deshalb haben wir den Bus-Service angeboten."

Doch die wenigsten dürften sich über die lange Fahrt gefreut haben. Ein Mann berichtet, sie seien erst nach 13 Stunden um halb eins mitten in der Nacht in Stuttgart angekommen, dann hätte er sich ein Hotelzimmer nehmen müssen, um am nächsten Tag weiter zum Bodensee zu gelangen. Laut Bericht ließ die Fluggesellschaft offen, ob sie ihm die dadurch entstandenen Kosten erstattet. 

Wer wollte, konnte statt auf den Bus auch auf einen Mietwagen umsteigen oder im Hotel übernachten und einen am nächsten Tag nehmen.


In letzter Zeit häufen sich die Negativ-Meldungen bei Air Berlin. Zuletzt entdeckten Passagiere vor dem Start ein Loch im Rumpf einer Propellermaschine vom Typ ATR 72-500 der italienischen Mistral Airline, die für die angeschlagene Fluggesellschaft auf dem Linienflug von Düsseldorf nach Stuttgart: zum Einsatz kommen sollte. Die besorgten Fluggäste informierten die Crew, doch die beschwichtigte zunächst nur. Erst kurz vor dem Start wurde der Flieger ausgetauscht.


jek

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