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Rauchentwicklung: Airport Düsseldorf: Passagiere gelangen über Notrutschen ins Freie

Wegen Qualm am Fahrwerk ist ein Flugzeug auf dem Flughafen Düsseldorf nach der Landung evakuiert worden. Es ist nicht der erste Vorfall bei Pegasus Airlines innerhalb weniger Tage.

Glück im Unglück hatten die 163 Passagiere an Bord einer Boeing 737-800 von Pegasus Airlines. Die aus Istanbul kommende Maschine der türkischen Billigfluggesellschaft war am Samstag normal auf der Piste in Düsseldorf gelandet, als ein Flughafenmitarbeiter an einem der Fahrwerke eine Qualmentwicklung bemerkte.

Daraufhin wurde die Cockpit-Crew über Funk verständigt, die sich entschloss, den Jet zu evakuieren, noch bevor das Flugzeug am Gate vollständig eingeparkt hatte. Kurz vor dem Flughafengebäude kam die Boeing zum Stehen. Auf der linken Seite des Flugzeuges wurden die vorderen und hinteren Kabinentüren geöffnet und die Notrutschen ausgefahren.

Ein auf Twitter hochgeladenes Video zeigt, wie die Passagiere die Maschine einer nach dem anderen über die Notrutschen verlassen und sich in Sicherheit bringen. Auf Türkisch heißt es dazu, dass die Passagiere aus einem unbekannten Grund über den Notausgang evakuiert werden mussten.

Von lodernden Flammen ist auf dem Clip nicht zu sehen. Jedoch eilen mehrere Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr herbei. Nach Medienangaben wurde niemand bei dem Zwischenfall verletzt. Eine erste Untersuchung ergab, dass kein Reifen Feuer gefangen hatte, sondern die Rauchentwicklung vermutlich auf eine überhitzte Bremse zurückzuführen sei.

Drei weitere Vorfälle in diesem Jahr

Es ist nicht der erste Zwischenfall, mit dem die türkische Fluggesellschaft in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten ist. Erst am 11. Februar war der Pilot einer Boeing 737-800 auf dem Weg von Wien nach Istanbul beim Landeanflug auf den Sabiha Gokcen International Airport bewusstlos geworden. Der erste Offizier übernahm das Kommando, erklärte die Luftnotlage und forderte medizinische Hilfe gleich nach der Landung an.

Bergung der Boeing 737-800 von Pegasus Airlines, die nach der Landung in Istanbul am 5. Februar in drei Teile zerbrochen war.

Bergung der Boeing 737-800 von Pegasus Airlines, die nach der Landung in Istanbul am 5. Februar in drei Teile zerbrochen war.

AFP

Anfang Februar war ebenfalls eine Boeing 737-800 von Pegasus Airlines bei der Landung auf dem Sabiha Gokcen International Airport schwer verunglückt: Der aus Izmir kommende Jet hatte bei heftigen Regenfällen zu spät auf der Landebahn aufgesetzt und war über das Pistenende hinausgeschossen.

Dabei zerbrach der Rumpf in drei Teile. 180 Personen an Bord wurden verletzt, drei Menschen starben. Bereits am 7. Januar war eine Maschine von Pegasus ebenfalls auf dem Istanbuler Flughafen von der Landebahn gerutscht und im Gras strecken geblieben.

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tib

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