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Kreuzfahrt-Taufe "Mein Schiff": Deutsche Welle auf den Weltmeeren

Für deutsche Urlauber geplant und für den deutschen Markt konzipiert: Das erste Kreuzfahrtschiff der Reederei "Tui Cruises" wird heute Abend getauft. Doch schon an der Gangway scheitert der Passagier mit seinem Deutsch. Und dann sagt in letzter Minute auch noch ein wichtiger Taufgast ab.

Von Swantje Dake

"Meeresrauschen" steht in geschwungener Schrift auf dem blauen Bug. Und "Ruhe", "Mitternachtssonne". Hier kommt ein Urlaubsschiff, ein deutschsprachiges noch dazu, verkündet die Schiffswand. Doch bereits am Ende der Gangway angekommen, mit den ersten Schritten an Bord, ist die einwandfreie Deutschtümelei vorbei. Als Erwiderung auf das "Guten Tag" kommt ein schüchternes "Dankeschön" vom wachhabenden Philippino. Die Frage nach dem Weg auf die Kabine wird mit "Dankeschön" beantwortet.

Die Mannschaft auf der "Mein Schiff" ist wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen international. Aus 40 Nationen kommen die Crewmitglieder. Sie arbeiten mit maltesischen Arbeitsverträgen, weil das Schiff unter der Flagge des Inselstaates fährt. In der "Abtanz-Bar" diskutieren die asiatischen Kellner noch über Cocktailrezepte. Eine Gruppe Osteuropäer schrubbt, angeführt von einem Österreicher, die Fensterscheiben. Das Restaurant-Personal wird auf Englisch eingewiesen.

Zum Absacker in die "Unverzicht Bar"

Aber zwischen "Atlantik" (Deck 6) und "Brise" (Deck 14) gibt es immer noch genügend Wegweiser für den deutschen Gast. Fernweh, Wohlgefühl und Glanzlicht heißen die Räume für Massage, Botoxbehandlungen und Zahnbleichungen. Man schwitzt in der Nebelzone und in der Horizontsauna, kauft in "Mein Stil" neue Kleidung, in "Meine Freude" Parfum und in "Meine Schönheit" Kosmetik. Dann eine Überraschung: Zum Tapas essen geht's ins Bistro "La Vela" und auf einen Wein in die "Vino Vinothek". Stringent ist die Namensgebung nicht, aber mit der "Nasch Bar", der "Unverzicht Bar" und der "Überschau Bar" sind genügend Wortspiele an Bord.

Und Tui-Cruises-Chef Richard J. Vogel ist stolz auf jede sprachliche Anspielung, vermutlich am meisten über den Namen des Gourmetrestaurants "Richard's". Nie zuvor wurde so viel über einen Schiffsnamen diskutiert. Ein Name, der eigentlich nur das Projekt bezeichnen sollte. So konnten Kataloge und Werbeartikel gleich weiter verwendet werden. Es heißt, dass der Name am häufigsten in dem Wettbewerb genannt wurde, den die Reederei mit einem Magazin ausgeschrieben hatte. "Hätten wir es ,Hildegard' genannt, hätten wir einen kurzen Lacher gehabt, dann wäre es durch gewesen", sagt Vogel. So, wurde mehr geredet.

Und gebucht wurden die Kabinen auch, obwohl es das "Mein Schiff" noch gar nicht gab. Nur das Versprechen, dass man innerhalb von 38 Tagen ein 13 Jahre altes, amerikanisches Schiff in ein modernes, deutsches verwandelt. 50 Millionen hat der Umbau gekostet. Balkone, Restaurants und ein neues Spa sind hinzu gekommen. Viel Goldenes und Glänzendes, grelle Farben und Plastik sind verschwunden. Zufriedenstellend seien die Buchungen trotz der Krise, so Vogel. Was soll er auch anderes sagen? Er muss sich ja schon für so Vieles rechtfertigen. Dafür, dass es ein altes Schiff ist, kein Neubau. "Wir wollten nicht erst 2010 oder 2011 in den Markt. Für einen Neubau hatten wir nicht die Zeit", so Vogel. Dafür, dass nicht alles neu ist. "Wir wissen, dass man in 13 Monaten kein perfektes Schiff, keine perfekte Reederei aufbauen kann", sagt Vogel. Und für die Namensgebung auch. Fünf Minuten referiert und rechtfertigt sich Vogel auf der Pressekonferenz kurz vor der Taufe.

Opernsängerin Netrebko sagt Auftritt ab

Unterdessen türmen sich auf dem Pooldeck sich Lautsprecher, werden Scheinwerfer ausgerichtet. In den Treppenhäusern werden die Geländer gewienert, die Teppiche auf den Gängen gesaugt. Die ersten Taufgäste kommen an Bord, beziehen die Kabinen, testen die Poolliegen, kosten Gegrilltes. Während der Vorbereitungen sagt Opernsängerin Anna Netrebko ihren Auftritt ab. Die Sopranistin könne wegen "einer leichten Indisposition" nicht singen, teilte ihr Management mit. Netrebko hätte die Schiffshymne "Ocean of Love" singen sollen. Im Gegenzug sponsert die Reederei ein Konzert der Sängerin und sammelt für ein SOS-Kinderdorfspendenaktion. Die Reederei disponierte schnell um, lässt die Sängerin Aino Laos auftreten.

Gegen 20 Uhr wird das Schiff am Abend vom Kreuzfahrtterminal in Hamburg ablegen und bis zum eineinhalb Kilometer entfernten Fischmarkt fahren. Gegen 21 Uhr tauft Moderatorin Ina Müller das Schiff. "Ich freue mich tüchtig, auch wenn es eher so eine physikalische Sache ist und wenig romantisch", sagt die 43-Jährige. Müller betätigt einen Hebel, der die Champagnerflasche an den Bug fallen lässt. Anschließend singt Udo Lindenberg an Bord, Jan Delay von Land und die "Mein Schiff" fährt mit Kurs Helgoland die Elbe runter. Nach Fahrten mit geladenen Gästen und Reisebüromitarbeitern, beginnt am 23. Mai die erste Reise mit deutschen Urlaubern. Dann wird sich "Mein Schiff" in fremden Gewässern behaupten müssen.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(