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Umkämpfter Fernbusmarkt: ADAC Postbus baut Streckennetz massiv aus

In kaum ein Markt so hart umkämpft wie das Geschäft mit Fernbusreisen. Jetzt soll es 30 neue Ziele für den ADAC Postbus geben - Trotz Gerüchten um einen Ausstieg des Pannendienstes.

Im hart umkämpften Fernbusmarkt wollen der Automobilclub ADAC und die Deutsche Post ihr Netz noch im Sommer erweitern. "Wir nehmen ab Mitte August 30 weitere Ziele in den Fahrplan auf", sagte ADAC-Postbus-Geschäftsführer Joachim Wessels der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Mit Straßburg und Zürich biete das Unternehmen erstmals auch Fahrten ins Ausland an. Zudem sei das Angebot noch stärker auf die Nachfrage abgestimmt: "Die Folge ist, dass wir häufiger am Donnerstag, Freitag, und an Wochenenden und seltener von Montag bis Mittwoch unterwegs sind", sagte Wessels weiter.

Der ADAC-Postbus war im vergangenen Herbst gestartet. An dem Gemeinschaftsunternehmen halten der Autoclub und die Deutsche Post je 50 Prozent.

Spekulationen über Ausstieg von ADAC

Erst vor Kurzem war über den Ausstieg des ADAC aus dem Fernbus-Geschäft spekuliert worden; der Postbus fahre keine Gewinne ein, war zu hören. Marc Fleischhauer, für den ADAC in der Postbus-Geschäftsführung, sagte der "WAZ" nun, der Autoclub habe gemeinsam mit der Post einen mehrstufigen Markteintritt angekündigt und gehe mit dem Streckenausbau nun den nächsten Schritt. "Wir geben Gas."

Seit gut eineinhalb Jahren ist es Busunternehmern in Deutschland erlaubt, in großem Stil Linienverkehr für Fernstrecken anzubieten. Mittlerweile sind 40 Unternehmen am Fernbusmarkt aktiv, die aktuell knapp 170 Linien anbieten. Im vergangenen Jahr waren Schätzungen zufolge rund neun Millionen Reisende im Fernbus unterwegs gewesen.

ono/AFP / AFP

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