HOME

Reiseziele an den Feiertagen: Urlaub an Nord- und Ostsee: Diese Corona-Regeln gelten für Inseln und Küstenorte

Nach den strikten Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie heißen Küstenorte und Inseln der Nord- und Ostsee wieder Besucher willkommen. Noch aber gibt es deutliche Einschränkungen. Ein Überblick.

Die Südspitze der Insel Sylt aus der Luft fotografiert

Sylt lockt die Besucher - hier die Südspitze der Insel aus der Luft fotografiert. Tagestouren auf die Insel sind derzeit allerdings nicht erlaubt.

DPA

Urlaub in Deutschland ist seit dieser Woche wieder möglich – zumindest teilweise. Inseln der Nord- und Ostsee und Ferienorte an der Küste heißen Touristen seit diesem Montag wieder willkommen. Restaurants, Hotels und Ferienwohnungen sind unter Auflagen und teils mit geringeren Kapazitäten als zu Zeiten vor der Coronavirus-Pandemie wieder geöffnet.

Aus Angst vor einem Massenansturm halten viele Gemeinden jedoch an Einschränkungen fest. Kann man also mal eben an Himmelfahrt oder zu Pfingsten für ein paar Stunden nach Helgoland, Sylt oder Rügen reisen? Eine schlechte Nachricht vorweg: Tagestouristen haben weiterhin schlechte Karten. Hier ein Überblick, welche Regeln für Urlauber auf den beliebten deutschen Ferieninseln und in einigen Küstenorten gelten.

Seit dieser Woche ist Urlaub an der See wieder möglich

Sylt, Amrum, Föhr und die Halligen: Vor allem die Nordseeinsel Sylt gilt als Besucherhochburg in Deutschland. Nach der monatelangen Tourismus-Pause ist Urlaub dort seit diesem Montag – wie in ganz Schleswig-Holstein - in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen grundsätzlich wieder erlaubt. Die Sylter und andere Bewohner der Tourismus-Hochburgen haben jedoch Angst, von Touristen an den kommenden Feiertagen überrannt zu werden. Deshalb bleiben sie über Himmelfahrt und Pfingsten für Tagestouristen weiter gesperrt. Konkret dürfen Tagesgäste dort vom 21. Mai (6 Uhr) bis 24. Mai (20 Uhr) und über Pfingsten vom 30. Mai (6 Uhr) bis 1. Juni (20 Uhr) nicht hinreisen. Ähnliche Regeln gelten auch für andere Urlaubsorte an der Küste, wie die Landesregierung und betroffene Landkreise am Montag in Kiel mitteilten. Mit der Einschränkung sollen Menschenansammlungen verhindert werden, damit die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus nicht wieder ansteigt.

Ein Betretungsverbot über die Feiertage gilt auch für die übrigen Nordseeinseln wie Amrum und Föhr und die Halligen. Diese Regel gilt nicht für Nordstrand, Südfall und die Hamburger Hallig, berichtet der NDR.

Ferienorte an der Nordseeküste: Auch in St. Peter Ording oder in Büsum haben die Behörden Angst vor schwer kontrollierbaren Menschenansammlungen. Deshalb gelten dort ebenfalls Betretungsverbote für Tagestouristen an den langen Wochenenden zu Himmelfahrt und Pfingsten.

Helgoland: Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel sind derzeit ebenfalls keine Tagesgäste erlaubt. Wer dort hinreisen will, muss eine Buchungsbestätigung für mindestens eine Nacht vorlegen. Die Anreisebeschränkungen gelten bis zum 24. Mai. Ab dem 25. Mai ist Tagestourismus auf der Insel wieder möglich. Auf der Webseite der Tourismusinformation der Insel müssen sich Urlauber ein Einreisedokument herunterladen, es ausfüllen und dann beim Betreten der Insel am Hafenamt oder der Dünenfähre abgeben. Der Sportboothafen ist für Gästeboote bis zum 7. Juni gesperrt.

Tagesausflüge nicht gestattet

Ostfriesische Inseln:  Hier gelten die Corona-Regeln Niedersachsens. Mit den Lockerungen in dem Bundesland läuft auch der Tourismus auf diesen Inseln wieder an, Ferienwohnungen und -häuser werden wieder vermietet – wobei die Gäste maximal einmal pro Woche wechseln dürfen. Hotels dürfen ab dem 25. Mai wieder öffnen, die Auslastung darf 50 Prozent nicht überschreiten. Reine Tagesausflüge auf Inseln wie Borkum, Juist, Norderney und die übrigen ostfriesischen Inseln sind jedoch nicht gestattet.

Campingplätze und Marinas sind seit dieser Woche wieder offen – jedoch dürfen sie nur zu maximal der Hälfte ausgelastet sein. Von den Regeln ausgenommen sind Dauercamper und Besitzer eines Liegeplatzes – sie dürfen ihre Plätze in jeden Fall nutzen.

Ostseeküste in Schleswig-Holstein: An Schleswig-Holsteins Ostseeküste soll es zunächst keine Betretungsverbote geben, kündigte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) am Montag an – allerdings behalten sich die Behörden Einschränkungen vor, sollte es Neuinfektionen mit dem Coronavirus geben.

In der Region Timmendorfer Strand seien Ausflügler prinzipiell willkommen, hieß es. Dort gibt es aber Parkplatzbeschränkungen und andere Lenkungsmaßnahmen, um Überfüllungen zu vermeiden.

Küste und Inseln in Mecklenburg-Vorpommern: Für Touristen aus dem eigenen Bundesland sind die Ferienorte und Inseln wie Hiddensee, Poel, Rügen oder Usedom offen, touristische Übernachtungen sind für diese Bürger seit diesem Montag wieder erlaubt. Hotels dort dürfen Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern beherbergen, dürfen dabei aber nur zu 60 Prozent ausgelastet sein. Wer aus anderen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern reisen möchte, muss sich noch etwas gedulden: "Ab dem 25.05.2020 dürfen Gäste aus ganz Deutschland einreisen", teilt der Tourismusverband des Landes auf seiner Website mit. Tagesausflüge aus anderen Bundesländern ohne Übernachtung seien momentan noch nicht möglich.

Quellen: "Ostfriesland Travel","Auf nach MV", NDR, "Helgoland.de", Informationen des Kreises Pinneberg

Wissenscommunity