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Nach Air-Berlin-Aus: Easyjet startet Großoffensive mit innerdeutschen Flügen

Nach der Insolvenz von Air-Berlin hatte sich die britische Fluggesellschaft Easyjet insgesamt 25 Flugzeuge der deutschen Airline gesichert. Damit will Easyjet nun eine Offensive gegen den Marktführer Lufthansa starten und bietet ab sofort innerdeutsche Flüge ab Berlin-Tegel an.

Easyjet startete seinen ersten innerdeutschen Flug von Tegel nach München

Easyjet startete am 5. Januar den ersten innerdeutschen Flug von Berlin-Tegel nach München. 

Die britische Fluggesellschaft Easyjet hat am Freitag seinen ersten innerdeutschen Flug gestartet. Die Maschine hob am Vormittag vom Flughafen Berlin-Tegel ab und flog in Richtung München. Tegel soll als Zentrale für insgesamt 19  Ziele in den nächsten Monaten dienen. Dieses Angebot soll sich explizit an Geschäftsreisende richten. Bis zum Sommer soll das Angebot auf 40 Destinationen ausgeweitet werden.

Von diesem Sonntag an sind dann 15 Flugzeuge vom Standort Tegel im Einsatz, wie der Berliner Flughafenchef Engelbert Lütke-Daldrup vor dem Start der ersten Maschine sagte. "Damit gibt es auch wieder mehr Konkurrenz", fügte er mit Blick auf die insolvente Air Berlin hinzu. Diese hatte Ende Oktober ihren Flugbetrieb eingestellt. Easyjet übernahm 25 Flugzeuge von Air Berlin samt Start- und Landerechten.

Easyjet macht Druck auf Lufthansa

Easyjet bietet ab Sonntag von Tegel Verbindungen nach Frankfurt, Stuttgart, München und Düsseldorf an. Diese Strecken hatten zuletzt die Lufthansa und ihre Billigtochter Eurowings dominiert. Der deutsche Marktführer wurde für erhöhte Flugpreise kritisiert.

Easyjet-Europachef Thomas Haagensen sagte, das Unternehmen fliege in diesem Winter von Tegel aus 19 Ziele an, zum Ende der Sommersaison sollen es dann mehr als 40 sein. "In einem Jahr werden wir voraussichtlich 15 Millionen Passagiere in Berlin haben." Easyjet wolle verstärkt Geschäftsreisende ansprechen mit Zielen wie Wien, Zürich, Kopenhagen und Stockholm.

fk / DPA

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