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Ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt Was die neue Reisewarnung für Kanaren-Urlauber bedeutet

Ein Mann steht am Strand von Las Teresitas in Santa Cruz de Tenerife. Die Bundesregierung stuft die bei deutschen Urlaubern beliebten Kanarischen Inseln wieder als Corona-Risikogebiet ein. 
Ein Mann steht am Strand von Las Teresitas in Santa Cruz de Tenerife. Die Bundesregierung stuft die bei deutschen Urlaubern beliebten Kanarischen Inseln wieder als Corona-Risikogebiet ein. 
© Andres Gutierrez / DPA
Seit dem 20. Dezember gelten auch die Kanarischen Inseln als Risikogebiet. Deutsche Reiseveranstalter reagieren unterschiedlich auf die Reiswarnung des Auswärtigen Amtes.

Bisher blieben die Kanarischen Inseln von einer Reisewarnung verschont. Doch seit Montag heißt es auf den Seiten der Reise- und Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amtes in Berlin: "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien einschließlich der Kanarischen Inseln wird derzeit gewarnt." Somit wurde kurz vor Weihnachten ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt.

Diese Neueinstufung bedeutet zunächst, dass Pauschalurlauber ihre gebuchte Reise, die sie zu einer der Kanareninseln führen sollte, kostenlos stornieren können. Gleichzeitig bedeutet die Reisewarnung: Wer dennoch auf den Kanaren Urlaub macht, muss sich nach der Rückkehr in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne begeben und diese zusätzliche Zeit mit einplanen. Wer einen negativen Covod-19-Test vorweisen kann, darf die Isolation auf fünf Tage verkürzen.

Kanaren-Kreuzfahrten werden nicht abgesagt

Um Weihnachten, Silvester und im neuen Jahr führen mehrere Reedereien auf den Kanaren Kreuzfahrten durch. Sowohl nach Angaben von Aida Cruises als auch von Tui Cruises werden diese Reisen durchgeführt. "Die Landgänge finden ausschließlich im Rahmen geführter Aida-Ausflüge und unter Berücksichtigung aller geltenden Vorschriften vor Ort statt, um die Einhaltung aller Präventionsmaßmaßnahmen jederzeit gewährleisten zu können", heißt es bei Aida Cruises.

Bei den Reiseveranstaltern ergibt sich kein einheitliches Bild. Die DER-Touristik hat nur Pauschalreisen nach Teneriffa abgesagt. Aufenthalte auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote seien weiterhin möglich, können aber kostenlos storniert werden.

Schauinsland-Reisen hat Pauschalreisen und Hotelbuchungen für den Zeitraum zwischen dem 20. Dezember und 1. Januar 2021 gestrichen. Die Veranstalter Tui und FTI überlassen die Entscheidungen ihren Kunden und wollen auf das Geschäft nicht verzichten.

Keine Anreise ohne PCR-Test

Generell gilt für alle Anreisenden nach Spanien, egal ob Festland, Balearen oder Kanaren: Ein negatives Covid-19-Testergebnis ist verpflichtend. Es reicht kein Schnelltest, sondern es muss ein molekularbiologischer Test sein - also ein PCR- oder ein TMA-Test. Dieser muss innerhalb von 72 Stunden vor Einreise erfolgt sein.

"Das Ergebnis muss elektronisch oder in Papierform auf Spanisch, Englisch, Französisch oder Deutsch vorliegen", heißt es beim Auswärtigen Amt. Das Schreiben muss folgende Angaben enthalten: Name des Reisenden, Pass- oder Personalausweisnummer (diese Nummer muss identisch sein mit der Pass-/Ausweisnummer, die im elektronischen Einreiseformular verwendet wurde), Datum der Testabnahme, Kontaktdaten des Labors, angewandtes Testverfahren, negatives Testergebnis.

Außerdem müssen Spanien-Reisende vor dem Flug ein Formular auf den Seiten des Spain Travel Health-Portals ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Dort wird ein QR-Code erzeugt, der bei Einreise vorgelegt werden muss.

Zusätzlich müssen sich die Urlauber auch die offizielle Präventions-App für Covid-19 der spanischen Regierung aus dem Google Play- oder Apple App-Store downloaden. Der Suchbegriff lautet "Radar Covid". Die App ist in allen spanischen Regionalsprachen und auf Englisch, nicht jedoch auf Deutsch, erhältlich.

Im Gegensatz zu den anderen EU-Ländern setzt Spanien weiterhin auf Urlauber aus Großbritannien. Am Montag waren Flüge noch nicht gestrichen. Mehr als 200 Verbindungen zwischen Spanien und dem Land, in dem eine neue Coronavirus-Variante kursiert, standen auf dem Programm. Erst am Dienstag tritt das Einreiseverbot in Kraft. Allerdings sind spanische Staatsbürger sowie Ausländer, die in Spanien ihren Erstwohnsitz haben, vom Verbot ausgenommen.

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tib

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