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Urlaub auf den Balearen Pfingsten nach Palma fliegen? In Zeitlupe kehrt Mallorca zur Normalität zurück

Die Gastronomie hat auch wieder in Luft durchströmten Innenbereichen auf Mallorca geöffnet.
Sehen Sie im Video: Weitere Lockerungen auf Mallorca – ist die Stimmung auf der Partyinsel wieder so wie vorher? 
Videoquelle: RTL.de
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Die Infektionsrate auf Mallorca sinkt. Daher hat die Regionalregierung der Balearen weitere Lockerungen wie eine Ausgangssperre erst ab Mitternacht angekündigt. Auch ein deutsches Kreuzfahrtschiff soll bald ab Palma in See stechen.

Die Corona-Ampel der Balearen zeigt Grün. Der Farbwert steht nicht nur für einen im Moment niedrigen Inzidenzwert von 20, sondern für die Berechnung wird auch die Auslastung der Intensivbetten in den Kliniken ermittelt.

Auf Mallorca wie auch auf den benachbarten Inseln Menorca, Ibiza und Formentera hat die Außengastronomie seit einigen Wochen bereits wieder geöffnet, allerdings unter strengen Auflagen. Nach wie vor gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr. Doch schon ab Montag, den 23. Mai, soll der Beginn des Ausgangsverbots auf Mitternacht verschoben werden, wie Iago Negueruela, der Sprecher der Regionalregierung, am Montag verkündete.

Fallzahlen auf den Balearen
Von einer Inzidenz von 358 um Mitte Januar auf 20 um Mitte Mai gesunken: die Zahl der auf den Balearen an Covid-19-Infizierten auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen
© Cercle d’Economia de Mallorca

Hinzukommen weitere Änderungen: Die Personenanzahl bei Zusammenkünften soll sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum von sechs auf acht erhöht werden. In Innenräumen wird die Beschränkung auf Personen aus nur zwei Haushalten gekippt. Doch die Lockerungen bedürfen noch der Zustimmung der Gerichte, so der Sprecher.

Mallorca gilt nicht mehr als Risikogebiet

Beim Robert Koch-Institut werden Mallorca wie auch die Kanaren nicht mehr als ein Risikogebiet ausgewiesen. Das Auswärtige Amt in Berlin hat daher auch seine Reisewarnung für die beiden Inselgruppen zurückgenommen. Jedoch wird "von nicht notwendigen, touristischen Reisen auf die Balearen weiterhin abgeraten", heißt es auf den Seiten des Außenministeriums bei den Reise- und Sicherheitshinweisen für Spanien.

Sonnenliegen warten auf Urlauber: am Strand von Alcúdia auf Mallorca
Sonnenliegen warten auf Urlauber: am Strand von Alcúdia auf Mallorca
© Imago Images

Auch für Kreuzfahrten deutscher und internationaler Redereien durch das westliche Mittelmeer, die früher häufig im Hafen von Palma begannen oder endeten, gibt es noch kein grünes Licht: Generell sind spanische Häfen für international verkehrende Kreuzfahrtschiffe immer noch gesperrt.Als erste Reederei hat Tui Cruises am Montag jedoch angekündigt, die "Mein Schiff 2" von Gran Canaria ins Mittelmeer zu verlegen und ab dem 17. Juni Törns ab Palma "mit Kurs auf die spanische Küste" durchzuführen.

Nach einem kurzen Boom um Ostern brach die Nachfrage nach Mallorca-Reisen auch aufgrund der mahnenden Worte von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wieder ein. Das hat sich inzwischen durch immer mehr vollständig geimpfte Personen in Deutschland geändert.

So verzeichnen Veranstalter und Anbieter im Web verstärkt Buchungen für Kurztrips um Pfingsten zur Lieblingsinsel der Deutschen im Mittelmeer. Das Portal weg.de spricht von einem "starken Anstieg an Reisen während der Pfingstferien". Dabei liege Mallorca mit einem Buchungsanteil von 19 Prozent auf Rang eins.

Auch die Suchanfragen für Flugtickets nehmen zu. Skyscanner.de vermeldet einen Anstieg um 358 Prozent im Vergleich zur Vorwoche: Ganz oben bei den meistgesuchten Reiseländern über Pfingsten liege Spanien. Auch die Fluggesellschaft Eurowings setzt auf mehr Flüge, besonders für die Zeit der Sommerferien. Allein für die kommenden vier Wochen wurde 500 zusätzliche Flüge im gesamten Streckennetz aufgelegt. Spitzenziel bleibt Mallorca, das Eurowings im Sommer mehr als 300 Mal pro Woche anfliegen will.

Das Last-Minute-Geschäft erlebt derzeit in allen Bereichen eine Renaissance. Darunter fallen auch Ferienhausanbieter. "In den letzten Wochen erleben wir einen kleinen Buchungs-Boom", erklärt Benjamin Schleining von fincallorca.de. Das Preisniveau sei allerdings nicht gestiegen, sondern eher trifft das Gegenteil zu. Eine Finca auf Mallorca sei zu Pfingsten in diesem Jahr im Schnitt 120 Euro günstiger als Pfingsten 2019.

Quellenwww.rki.de,  https://cerclemallorca.eswww.diariodemallorca.eswww.auswaertiges-amt.de

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