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Airbus-Abstürze: Zwei Unglücke, kaum Parallelen

Nur 30 Tage nach der Flugzeugkatastrophe vor Brasilien ist nun eine jemenitische Maschine beim nächtlichen Landeanflug auf die Inselhauptstadt Moroni verunglückt. Noch sind die Ursachen beider Airbus-Unglücke ungeklärt. Parallelen lassen sich kaum ziehen. Dennoch steht die Frage im Raum: Ist Fliegen gefährlicher geworden?

Von Till Bartels

Wenn zwei Flugzeuge vom Typ Airbus im selben Monat ins Meer stürzen, werden schnell Parallelen gezogen. Sind Airbus-Maschinen noch sicher? Mit zwei Totalverlusten ist der Juni für den Flugzeughersteller Airbus ein rabenschwarzer Monat, aber die Tatsache bedeutet nicht, dass Airbus-Maschinen unsicher sind. Beide Katastrophen unterscheiden sich erheblich voneinander.

Keine Parallelen zum Air-France-Absturz

Der Air-France-Airbus verschwand in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni 2009 ohne Hilferuf vom Radar. Der Flug AF447 war mehrere Stunden nach dem Start auf Reiseflughöhe in ein Unwetter mit Turbulenzen über dem Atlantik geraten. Nach bisherigen Erkenntnissen brach die Maschine in der Luft auseinander. Die Flugschreiber, die die Flugdaten und Gespräche der letzten halben Stunde im Cockpit aufzeichnen, liegen am Meersboden und können wohl nicht mehr geborgen werden. Der Peilsender der Black Box sendet nur 30 Tage ein Signal, um das Gerät zu orten. Daher wird die genaue Unglücksursache weiter im Dunkeln bleiben, warum der Airbus mit 228 Personen an Bord abstürzte. Für diesen Donnerstag haben die französischen Behörden einen ersten Untersuchungsbericht angekündigt.

Der Airbus der jemenitischen Gesellschaft mit der Flugnummer IY 749 befand sich nicht im Reiseflug, sondern im Landeanflug auf dem Flughafen Moroni auf den Komoren, nur noch wenige Kilometer vom Ziel entfernt. Start und Landung gehören zu den kritischsten Phasen eines Fluges; laut Statistik kann es in beiden Momenten eher zu einem Absturz als im Reiseflug kommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks vor den Komoren herrschte schlechtes Wetter.

19 Jahre alter Airbus

Auch unterscheiden sich beide Flugzeugtypen grundsätzlich. Der Airbus A310-300 gehört zu einem Flugzeugtyp, der nicht mehr produziert wird. Die letzte neu gebaute Maschine wurde 1998 an Uzbekistan Airways ausgeliefert. Die verkürzte und weiterentwickelte Variante des ersten Airbus A300 wurde für Mittel- und Langstreckenflüge konzipiert. Zwei der vier Maschinen, die zur Flotte von Yemenia gehören, stammen aus den Jahren 1990 und 1991, die anderen beiden wurden 1996 gebaut.

Der französische Verkehrsstaatssekretär Dominique Bussereau sagte, dass bei einer Inspektion der betroffenen Yemenia-Maschine vor zwei Jahren "eine große Zahl von Mängeln" festgestellt wurden. Die Fluggesellschaft steht nicht auf einer Schwarzen Liste der EU-Behörden, werde aber streng kontrolliert. Die Airline fliegt den Airbus seit 1990.

Nach Aussage von Jan Richter vom Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre (Jacdec) hatte Yemenia bisher keinen tödlichen Flugunfall nach 1973, allerdings einen Totalverlust einer Boeing 727. Bei einem Landeunfall 2001 in Asmara in Eritrea kamen keine Passagiere ums Leben. Die jetzt abgestürzte Maschine flog nach Jacdec-Informationen weiterhin nach Europa. Am 27. Juni 2009 war der Airbus A310 zuletzt in London-Heathrow gelandet.

Bei dem Unglücks-Airbus von Air France handelt es sich ebenfalls um einen zweistrahligen Airbus, jedoch um ein Exemplar der Neuentwicklung vom Typ A330. Über 600 Maschinen dieses Typs sind weltweit seit 1992 im Einsatz. Das betroffene Air-France-Flugzeug war erst vier Jahre alt.

Die Kanzlerin fliegt mit A310

In diesem Jahr gab es bereits 27 Flugzeugabstürze, bei denen über 520 Menschen starben. Andererseits: Täglich gibt es allein in Deutschland 10.000 Starts, Landungen und Überflüge. Fünf Milliarden Passagiere werden jährlich weltweit schnell von einem Ort zum anderen geflogen. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (Icao) stellt in ihrem aktuellen Sicherheitsbericht fest: "Von 1990 bis 2008 ist die Unfallrate signifikant gefallen." Von 19 Unfällen pro zehn Millionen Abflügen auf vier Unglücke. Dennoch ist bei vielen Menschen die Angst vor einer Flugreise größer als bei einer Autofahrt.

Eines ist sicher: Wer ein Ticket für den Sommerurlaub zu einem weit entfernten Zielen eines deutschen Ferienfliegers oder der Lufthansa in der Tasche hat, wird keine Bordkarte für einen Airbus A310 am Check-in erhalten. Der ältere Airbus-Typ wurde von deutschen Fluglinien schon vor Jahren ausgemustert. Air Berlin setzt bei Langstreckenflügen auf den neuen Airbus A330. Die von Condor angeflogenen Destinationen auf anderen Kontinenten werden mit einer reinen Boeing-Flotte bedient. Lufthansa, einst Erstkunde der A310, hat ihre Flotte längst auf kostengünstigere und umweltfreundlichere Flugzeuge aus dem Hause Boeing und Airbus umgestellt.

Allerdings vertrauen Bundespräsident, Außenminister und Kanzlerin dem Airbus A310, wenn sie ins Ausland reisen. Zur Flugbereitschaft der Bundeswehr gehören unter anderem zwei Airbus A310 VIP. Die beiden 20 Jahre alten Regierungsmaschinen, die auf die "Konrad Adenauer" und "Theodor Heuss" getauft sind, stammen noch von der DDR-Fluggesellschaft Interflug und wurden von der Lufthansa-Technik für den VIP-Einsatz umgebaut. Gut gewartet kann ein Airbus A310 lange im Einsatz sein.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(