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Nach über 50 Jahren Embargo: Erstes US-Kreuzfahrtschiff läuft Havanna an

Lange Zeit ging nichts zwischen den ideologischen Rivalen Kuba und USA. Doch die Zeiten ändern sich. Beim Einlaufen der  "Adonia" im Hafen von Havanna spielen sich emotionale Szenen ab.

Andonia läuft in den Hafen von Havanna ein

Mit rund 700 Passagieren an Bord machte die "Adonia" am Montag unter dem Jubel von Schaulustigen im Hafen von Havanna fest

Erstmals seit mehr als 50 Jahren hat ein US-Kreuzfahrtschiff regulär in Kuba angelegt. Der Besuch gilt als neuer Höhepunkt in den jahrzehntelang gestörten Beziehungen zwischen dem sozialistischen Karibikstaat und den USA.

Kreuzfahrten zwischen beiden Nachbarstaaten - rund 140 Kilometer trennen beide Küsten auf der kürzesten Strecke - wurden im Zuge der historischen bilateralen Annäherung möglich. Beide Länder hatten Ende 2014 eine Wende in ihrem jahrzehntelang zerrütteten Verhältnis eingeleitet, seitdem werden die Beziehungen allmählich normalisiert.

"Ich habe Kuba verlassen, als ich vier Jahre alt war", sagte Mili Martín aus der Exilhochburg Miami. Es sei nun das erste Mal nach 46 Jahren, das sie in ihr Heimatland zurückkehre. "Ich bin sehr bewegt", versicherte sie mit Tränen in den Augen. "Ich hoffe, dass dies Kuba viele gute Sachen beschert."

Die 50-Jährige macht die sieben Tage lange Tour rund um die Karibikinsel zusammen mit ihrem Mann. Die "Adonia" soll in den nächsten Tagen auch in den Häfen von Cienfuegos im Zentrum des Landes und des östlich gelegenen Santiago de Cuba anlegen. Nach Angaben des Carnival-Beraters Arnaldo Pérez sind an Bord des Schiffes etwa 20 Kuba-stämmigen Fahrgäste.

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