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Flug New York-Honolulu Business Class überfüllt – Airline zahlt jedem Passagier 10.000 Dollar fürs Downgrade

In dieser Reiseklasse sollte es ursprünglich nach Hawaii gehen: Sitzplatz in der neuen United Polaris Business Class
In dieser Reiseklasse sollte es ursprünglich nach Hawaii gehen: Sitzplatz in der neuen United Polaris Business Class
© United Airlines
Sie hatten Business Class gebucht, doch beim Check-in gab es nur noch Sitze in der Premium Economy: Neun Passagiere einer US-Airline haben für die Herabstufung üppige Reisegutscheine erhalten.

United Airlines kann auch anders, weit weniger brutal als früher. Endlich hat bei den Mitarbeitern ein Umdenken eingesetzt und der Passagier wird wieder in den Mittelpunkt gestellt. Die große US-Fluggesellschaft war vor drei Jahren in Verruf gekommen, nachdem sie bei einem überbuchten Flug einen Fluggast mit Polizeigewalt aus der Kabine gezerrt hatten.

Dabei waren die Sicherheitskräfte am O'Hare Airport in Chicago so brutal gegen den 69-jährigen Arzt vorgegangen, dass sie ihm das Nasenbein gebrochen hatten.

Der Vorfall entwickelte sich für die Airline zum PR-Desaster. Der damalige United-Unternehmenschef Oscar Munoz musste sich für den "Kundenservice" öffentlich entschuldigen. Doch weitere unliebsame Beispiele, wie die Airlines mit ihren Kunden umging, folgten.

Anderer Flugzeugtyp mit kleinerer Business Class

Inzwischen scheint sich bei United Airlines die Unternehmenskultur gewandelt zu haben. Als es am vorletzten Samstag bei einem Nonstop-Flug von New York Newark nach Honolulu auf Hawaii kurzfristig zu einem Flugzeugwechsel kam, standen weit weniger Sitzplätze zur Verfügung. Statt der geplanten Boeing 777 sollte eine kleinere Boeing 767-300 auf dem Flug mit dem Kürzel UA363 zum Einsatz kommen, deren Business Class wesentlich kleiner ausfällt.

So kam es zu einem Engpass für diejenigen Passagiere, die für Ihren zehnstündigen Flug nach Hawaii ein Ticket in der Business Class gebucht hatten. Glücklicherweise gab es noch genügend freie Kapazitäten in der Premium Plus, einer Reiseklasse, die zwischen der Business und regulären Economy Class angesiedelt ist.

Daher suchte das Personal noch am Flughafen nach zehn Personen, die freiwillig auf einen bequemen Sessel in der Business Class verzichten und stattdessen sich mit der Premium Economy zufriedengeben wollten. Als Kompensation für die Zurückstufung sollten sie einen Reisegutschein für United-Airlines-Flüge in Höhe von 10.000 US-Dollar erhalten.

Das großzügige Angebot machte schnell auf Twitter die Runde. Nach Angaben der Website "View from the Wing" nahmen neun Passagiere das Angebot an. Zunächst wollte sich die Fluggesellschaft zu der Entschädigungszahlung nicht äußern, bestätigte später jedoch den kulanten Umgang mit dem "plane change".

"Gelegentlich müssen wir das Flugzeug in letzter Minute wechseln", hieß es in einer Stellungnahme von United. "In so einem Fall versuchen wir, die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich zu halten."

Quelle: viewfromthewing.com

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