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Emirates: Er musste im Gang stehen: Passagier verklagt Airline, weil Sitznachbar "zu dick" war

Ärger für Emirates: Ein Italiener wurde auf einem Langstreckenflug neben einem übergewichtigen Fluggast platziert. Jetzt fordert er von Emirates hohen Schadensersatz.

Emiartes Boeing 777-300

Eine Boeing 777-300 der Fluggesellschaft Emirates, die auch auf der Strecke zwischen Kapstadt und Dubai eingesetzt wird.

Giorgio Destro ist Vielflieger. Bei der arabischen Fluglinie Emirates gehört er zu der besten Kundengruppe. Als Mitglied des preisgekrönten Vielfliegerprogranmm Emirates Skywards genießt er den Goldstatus.

Doch bei seinem jüngsten Flug von Kapstadt nach Dubai machte der italienische Rechtsanwalt eine unangenehme Erfahrung, die er nie mehr vergessen wird. Als er in Kapstadt an Bord der Boeing 777-300 Platz nehmen wollte, war sein Sitz zu einem Teil schon besetzt: von einem höchst übergewichtigen Sitznachbarn, dessen Körper bereits über die Armlehne quoll. Da half auch kein Reklamieren und Gebettel beim Personal nach einem anderen Sitzplatz.

Die Boeing 777 gilt bei Emirates als eng: Mit einer 3-4-3er Bestuhlung pro Sitzreihe ist die Ellenbogenfreiheit im Vergleich zu anderen Airlines, die mit einer 3-3-3er Konfiguration fliegen, besonders eingeschränkt. Zusätzliches Pech für Destro auf seinem Trip: Der Flug war komplett ausgebucht.

"Für neun Stunden musste ich im Gang stehen und auf Plätzen des Kabinenpersonals sitzen, wenn diese frei waren. In der letzten Phase des Fluges konnte ich nicht anders und musste unter dem überbordenden Körper des Nachbarn leiden", wird er im "The Telegraph" zitiert.

Mit einem Selfie auf Facebook dokumentiert er seine besondere Sitzsituation: Unter dem Foto heißt es: "Der Rechtsanwalt Giorgio Destro hat Emirates für seinen letzten Flug verklagt, der besonders unangenehm war."

Jetzt hat Destro, der ehemaliger Mitarbeiter des italienischen Konsulats in Südafrika ist, die Airline Emirates auf 2759 Euro als Kompensation verklagt. Die Summe setzt sich zusammen aus 759 Euro für Erstattung der Flugkosten und 2000 Euro Schadenersatz.

Nach Medienangaben hat die Fluglinie bisher keine Stellung zu dem Vorfall bezogen. Der Gerichtstermin ist für den 20. Oktober in der italienischen Stadt Padua angesetzt.

tib

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