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ITB Berlin: New York feiert neue Rekorde

Zum Start der Internationalen Tourismusbörse in Berlin hat sich eine der Lieblingsstädte der Deutschen vorgestellt - und die liegt jenseits des Atlantiks. New York boomt - nicht zuletzt wegen der "Germans".

Von Claudia Pientka und Jens Maier

Noch vor dem offiziellen Start der Internationalen Tourismusbörse in Berlin hat New York neue Rekorde vermeldet. Die Besucherzahlen sind erneut gestiegen, allein acht Prozent mehr Deutschen als im Vorjahr besuchten 2005 die Stadt. Und das trotz restriktiver Einreisebedingungen in die USA und den negativen Einflüssen des 11. September.Als Grund für den New-York-Boom nannte Peter Mierzwiak von der Mediaagentur "News-Plus" vor allem neue Flüge ab Deutschland und den anhaltend schwachen Dollar: "Continental fliegt seit 2005 non-stop ab Hamburg, Düsseldorf und Berlin, in diesem Jahr kommt Köln noch dazu. Außerdem gibt es mit Delta Airlines ab Berlin und LTU ab Düsseldorf zwei weitere Carrier, die die Strecke neu bedienen", sagt Mierzwiak. Der Dollarkurse sorge dafür, dass auch die Zahl der Shopping-Besucher weiter steige. Mit Aktionen zum Christmas-Shopping, Rabattwochen wie "Paint the Town" und mietbaren Shopping-Guides, die sogar Treffen mit angesagten Designern organisieren können, werden die Kaufwilligen zusätzlich gelockt.

Zu wenig erschwingliche Hotelzimmer

"Nachholbedarf besteht derzeit noch beim Angebot an Hotelzimmern", erklärt Mierzwiak, "die Nachfrage ist größer als das Angebot." Das durchschnittliche Zimmer kostet in Manhattan 233 Dollar pro Nacht. Allein in diesem Jahr entstehen 5.000 neue Hotelzimmer. Sogar Prominente wie Hollywood-Schauspieler Robert de Niro wagen den Sprung ins Hotelgewerbe. Im Sommer eröffnet de Niro im Trendviertel "Tribeca" sein neues "Downtown-Hotel". Immer mehr Hotelketten ziehen aus Manhattan weg. Hyatt hat gerade ein Fünf-Sterne-Haus in New Jersey, Marriott in Brooklyn eröffnet. Weitere sollen folgen und dafür sorgen, dass die Zimmerpreise in NYC erschwinglicher werden.

Kreuzfahrer lockt der Blick auf die Freiheitsstatue

. Zudem legen immer mehr Kreuzfahrtschiffe in den Terminals von Manhattan an. Sowohl für die Linien Norwegian Cruise Line, MSC oder die berühmten Cunard-Schiffe "Queen Mary 2" und "Queen Elizabeth 2" heißt es mehrmals im Jahr "Leinen los" im Big Apple. Die Einfahrt in den Hafen New Yorks mit Panorama-Blick auf die Freiheitsstatue gilt unter Kreuzfahrtpassagieren als ganz besonderes Erlebnis.

Neue Musicals: Johnny Cash und Tarzan

Und wer auf seiner Kreuzfahrt noch einen Abend in New York verbringt, kann eines der unzähligen neuen Broadway-Musicals besuchen: Noch in diesem Monat feiert "Ring Of Fire - Das Johnny Cash Musical" Premiere, im April bringen Elton John und Bernie Taupin "Lestat" von Anne Rice auf die Bühne. Ebenfalls im April wird "Threepenny Opera" anlaufen, eine neue Version der Dreigroschenoper. "Tarzan" - das neue Disney-Musical mit Musik von Phil Collins empfängt im Mai die ersten Gäste.

New Yorker leiden unter Baustellen

Während sich Besucher über immer mehr Attraktionen freuen können, leiden die New Yorker unter einem zunehmenden Verkehrschaos. Mega-Baustellen wie die am Ground Zero und der Bau der neuen U-Bahn Linie an der Upper West Side erschweren das Durchkommen auf den Straßen. Gut, wer dann - wie Touristen - gar kein Auto besitzt.

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Von:

Claudia Pientka und