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Southwest Airlines : Langer Riss im Flugzeug-Fenster sorgt für Panik an Bord

Schon wieder: Erneut ist es auf einem Flug des US-Billigfliegers Southwest Airlines zu einem Zwischenfall mit einem Kabinenfenster gekommen. Die Piloten entschieden sich für eine Routenänderung.

Für einen Moment soll Panik an Bord geherrscht haben, berichtet die Website "Airlive.net". Als am 2. Mai während des Fluges einer Boeing auf dem Weg von Chicago nach New York ein Gegenstand gegen eines der Fenster flog und das mit lauten Knall riss, flüchteten sich die in unmittelbarer Umgebung sitzende Passagiere in den Gang und in andere Reihen. "Einige Leute schrien hysterisch", heißt es bei "Airlive.net".

Doch zum Glück kam es zu keinem Loch und Druckabfall, bei dem automatisch die Sauerstoffmasken ausgelöst werden. Da es sich allerdings um einen langen Riss an der äußeren Fensterschicht aus Acrylglas handelte, entschlossen sich die Piloten den Reiseflug abzubrechen und den nächstgelegenen Flughafen anzusteuern.

Keine Notlandung der Boeing 737-700 von Southwest Airlines

"Die Besatzung der Southwest-Flugest 957 legte auf dem Linienflug vom Chicago Midway International Airport zum Newark Liberty International Airport einen außerplanmäßigen Zwischenstopp am Cleveland-Hopkins International Airport ein, um einen Riss in der äußeren Scheibe eines Fensters zu untersuchen", zitiert der "Aviation Herald" eine Stellungnahme der Airline. "In jedem Flugzeugfenster gibt es mehrere Schichten. Eine Luftnotlage wurde nicht erklärt", heißt es weiter.

Bei den 81 Fluggästen an Bord der Boeing 737-700 wurden Erinnerungen an einen dramatischen Zwischenfall wach, der sich erst vor zwei Wochen in einer anderen Maschine von Southwest Airlines ereignet hatte. Am 17. April war ein Triebwerk während eines Flugs von New York nach Dallas explodiert, umherfliegende Trümmerteile hatten eine Fensterscheibe zerschlagen. Dabei wurde eine am Fenster sitzende Frau fast hinausgesogen und von anderen Passagieren festgehalten.

Die Cockpit-Crew leitete daraufhin eine Notlandung mit nur einen Treibwerk ein, doch erlag die Passagierin ihren Verletzungen. Die souverän handelnde Pilotin Jo Shults wurde später in den sozialen Medien als Heldin gefeiert.

Im Fall der in Cleveland gestrandeten Passagiere gab es keine Verletzten. Sie kamen mit einem Schrecken davon und konnten anschließend mit einer Ersatzmaschine nach New York weiterfliegen.

tib

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