World Trade Center Architekt Libeskind setzt sich durch


Im Wettbewerb um um den Neubau des World Trade Centers in New York hat sich der Architekt Daniel Libeskind mit seinen "Gärten der Welt" durchgesetzt und wird nun das höchste Gebäude der Welt errichten.

Der Entwurf des Berliner Architekten Daniel Libeskind hat sich laut Agenturberichten im Wettbewerb um den Neubau des World Trade Centers in New York durchgesetzt. Libeskind setzte sich damit gegen das internationale Team "Think" um die beiden New Yorker Architekten Rafael Vinoly und Frederic Schwartz durch, die ein "World Cultural Center" mit zwei je 499,5 Meter hohen, vergitterten Spitztürmen vorgeschlagen hatten.Libeskinds Entwurf sieht einen Komplex eckiger Hochhäuser an der Stelle des bei den Terroranschlägen vom 11. September zerstörten World Trade Centers vor. Der Architekt nannte seinen Entwurf "Die Gärten der Welt" und begründete ihn damit, "dass Gärten ein immer währendes Ja zum Leben" darstellten.

Mit 541 Metern ragt der Turm noch um 130 Meter weiter über die New Yorker Skyline hinaus als die ehemaligen Hochhäuser des World Trade Centers. Seine Höhe beträgt in Fuß gemessen 1776 - eine Anspielung auf das Jahr der Unabhängigkeit der USA. Das Projekt ist auf 330 Millionen Dollar (rund 305 Millionen Euro) veranschlagt.

Bürgermeister Bloomberg sprach sich für Libeskind aus

Es wäre dann das höchste Gebäude der Welt. Die Entscheidung, die am Donnerstag offiziell bekannt gegeben werden sollte, fällte ein Ausschuss, dem Vertreter der New Yorker Entwicklungsgesellschaft (LMDC), der Hafenbehörde von New York und New Jersey, des Gouverneurs und des Bürgermeisters angehörten.

Wie aus den Kreisen verlautete, die mit der Entscheidungsfindung vertraut sind, hatten sich sowohl Gouverneur George Pataki als auch der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg für den Libeskind-Entwurf ausgesprochen, was ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung gewesen sei. Offiziell bestätigt wurde der Beschluss zunächst nicht. LMDC-Sprecher sagte am Abend nur, das Komitee habe sich für 45 Minuten getroffen und sei zu einer einstimmigen Entscheidung gelangt.

Türme werden höher als die Petronas Towers

Der Amerikaner Libeskind wurde unter anderem mit dem Entwurf des 2001 eröffneten Jüdischen Museums in Berlin berühmt. Er soll in einer ersten Reaktion erklärt haben, die Entscheidung werde sein Leben verändern. Zu den letzten Änderungen, die er vor der Entscheidung noch vornehmen musste, gehörte, das eine geplante Gedenkstätte an die Anschläge nicht 21 Meter unter der Erde, sondern nur neun Meter tief liegt. Dies soll wegen Infrastruktureinrichtungen notwendig sein. Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 starben fast 2.800 Menschen.Die von Libeskind geplante 541 Meter hohe Spitze soll keine Büros, sondern durchgehend nur Gärten enthalten. Diese seien eine ständige Bestätigung des Lebens, erklärte der 1946 in Polen geborene Libeskind. Er ist seit 1965 US-Bürger.Bislang sind die Petronas-Zwillingstürme in Malaysia mit je 444,9 Metern die höchste Gebäuden der Welt.


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