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"Wie ein in die Enge getriebenes Tier": Mann rastet auf 17-Stunden-Flug aus - Pilot muss umdrehen

Auf einem 17-Stunden-Flug von Perth nach London kam es zu einem Zwischenfall: Weil ein Mann ausflippte und sich nicht beruhigen ließ, musste der Flieger umkehren. Die Polizei führte den Querulanten ab - und die Passagiere erwartete eine lange Nacht.

Ein Qantas-Flieger am Flughafen Perth, Australien (Symbolbild)

Ein Qantas-Flieger am Flughafen Perth, Australien (Symbolbild)

Picture Alliance

Kaum Bewegung, trockene Luft und viele Menschen auf engem Raum: Ein 17-Stunden-Nonstopflug ist nichts, worum man jemanden beneidet. Doch für die Passagiere auf QF9 von Perth (Australien) nach London (Großbritannien) war die Reise noch beschwerlicher als üblich. Der Flieger startete um 19.03 Uhr Londoner Zeit, doch wenige Stunden später musste der Pilot wegen eines Zwischenfalls an Bord umdrehen - sodass die Maschine um 22.32 wieder dort landete, wo die Reise ursprünglich begann. Das Flugportal "FlightTracker" zeigt, wie der Dreamliner nördlich der Shark Bay eine Kehrtwende machte. Auslöser war ein Zwischenfall mit einem aggressiven Passagier. 

Bereits kurz nach dem Start wurde ein Mann "unglaublich unruhig", sein Verhalten war "extrem aggressiv, wie bei einem in die Enge getriebenen Tier", berichten Passagiere dem australischen Nachrichtenportal "Perth Now". Den Aussagen seiner Mitreisenden zufolge ging der Mann in die Toilettenkabine in der Mitte des Passagierraums, dann kehrte er zu seinem Platz zurück. Anschließend begann er herumzubrüllen.

Die Reise ging erst am nächsten Tag weiter

"Ich war mir nicht sicher, was er sagte", erzählt ein Passagier. Mitreisende wollten ihn im Zaum zu halten, die Qantas-Mitarbeiter versuchten ihn zu beruhigen. Letztendlich wurde er in den hinteren Teil des Flugzeuges gebracht. Die Airline-Mitarbeiter hätten einen guten Job gemacht und die Situation schnell entschärft, berichtet einer der Passagiere. Dennoch blieb der Belegschaft nichts weiter übrig, als den Flug umzudrehen und den Querulanten von der australischen Polizei abführen zu lassen.

Der Zwischenfall sorgte für große Verspätungen, denn wegen der Umkehr nach Perth dauerte die Arbeitsschicht der Crew länger, als es erlaubt gewesen wäre. Der Flug konnte deshalb erst später stattfinden. "Solche Zwischenfälle sind lästig für unsere Kunden, aber wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegen solches Verhalten an Bord", erklärte die Airline auf Anfrage von "Perth Now". Die Passagiere bekamen von der Airline die Übernachtung bezahlt. Warum der Mann an Bord ausrastete ist bislang nicht bekannt.

cf
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