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Arbeitskampf bei australischer Fluggesellschaft Gericht zwingt Qantas zum Abheben


Es war ein drastischer Schritt: Wegen eines Streits mit den Gewerkschaften hatte die australische Airline Qantas ihren gesamten Flugverkehr stillgelegt. Jetzt hat ein Schiedsgericht das sofortige Ende des Arbeitskampfs angeordnet.

Die australische Fluggesellschaft Qantas nimmt den Flugbetrieb nach ihrer beispiellosen Protestaktion gegen streikende Gewerkschaften im Laufe des Tages wieder auf. Sie brauche dazu die Zustimmung der Flugsicherheitsbehörde (CASA), teilte sie am Montag mit. Die Fluggesellschaft hatte am Samstag ohne Vorwarnung sämtliche Flüge in aller Welt eingestellt.

Ein Schiedsgericht beendete den Arbeitskampf auf Antrag der Regierung in der Nacht zu Montag. Es ordnete eine Abkühlungsperiode von 21 Tagen an, in denen keine der beiden Seiten Kampfmaßnahmen erlassen kann. Damit sind sowohl die seit Monaten dauernden Streiks als auch die angedrohte Aussperrung der Gewerkschaftsmitglieder aufgehoben. Die Parteien verhandeln, und wenn sie kein Ergebnis erzielen, kommt es zu einem bindenden Schiedsspruch. Genau dieses Ergebnis hatte Qantas-Chef Alan Joyce gefordert.

"Dies ist ein gutes Ergebnis", sagte Joyce in einer Unternehmensmitteilung. "Der Verhandlungsprozess ist nun in den Händen unabhängiger Schiedsrichter. Wir werden jede Entscheidung respektieren."

Die Gewerkschaften wehren sich gegen Qantas-Pläne, eine weitere Fluglinie mit Sitz außerhalb Australiens zu gründen. Die Angestellten sollen weniger verdienen. Damit will Qantas das defizitäre internationale Fluggeschäft sanieren.

mad/DPA/AFP DPA

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