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Metronom: Kein Alkoholkonsum im Zug

Reisende in Metronom-Zügen müssen zukünfitg nüchtern bleiben. Als erstes Eisenbahnunternehmen in Deutschland will die private Gesellschaft ein absolutes Alkoholverbot verhängen.

Als Grund gibt die im niedersächsischen Uelzen beheimatete Eisenbahngesellschaft zunehmend Probleme mit trinkenden Fußballfans an. Sie hinterlassen Unmengen Müll, belästigen andere Reisende, verursachen Sachbeschädigungen und attackieren immer häufiger auch das Zugpersonal.

Metronom-Züge verkehren zwischen Göttingen und Uelzen und verbinden Hamburg mit mehreren anderen Städten in Norddeutschland. Mit dem Alkoholverbot werde auch ein Verbot von Glasflaschen kommen, sagte die Sprecherin. Der Sachschaden, den betrunkene Fußball-Fans in Metronom-Zügen anrichten, betrage mehr als 500.000 Euro pro Jahr, Tendenz steigend. Hinzu kommen die Kosten für die Beseitigung des Mülls, der in den Waggons liegen bleibt.

Bei der Kundschaft stoßen die geplanten alkoholfreien Züge offenbar auf große Zustimmung. Von 5000 Fahrgästen hätten sich 4200 nachdrücklich für ein Alkoholverbot ausgesprochen, sagte eine Sprecherin. Das Verbot soll auch mit Hilfe externer Mitarbeiter durchgesetzt werden.

Für die Deutsche Bahn dagegen ist ein Alkoholverbot "derzeit kein Thema". Dann müsse man auch den Konsum "eines gepflegten Glases Wein" oder eines Bieres im ICE-Speisewagen verbieten, sagte eine Sprecherin.

DPA

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