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MS Mona Lisa: Havariertes Kreuzfahrtschiff wird evakuiert

Die 651 Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Mona Lisa", das vor der Küste Lettlands auf Grund gelaufen ist, müssen von Bord. Alle Bemühungen, das Schiff wieder flott zu bekommen, verliefen auch am Montag erfolglos.

Nach Angaben der Küstenwache sind alle Passagiere und Besatzungsmitglieder sicher und nicht in unmittelbarer Gefahr. Das Schiff war unterwegs von Kiel in die lettische Hauptstadt Riga. Die Bergungskräfte hatten am Sonntagabend versucht, das Schiff wieder flott zu bekommen. Sie pumpten Ballastwasser aus den Tanks und versuchten dann, die leichter gewordene "Mona Lisa" mit drei Schleppern von der unterseeischen Sandbank zu ziehen. Vergeblich.

Am Montagmorgen scheiterte ein erneuter Versuch der Bergungskräfte. Nun soll die Evakuierung der Passagiere begonnen, wie die Küstenwache ankündigte. "Es sind bereits zwei Schiffe der Küstenwache eingetroffen, die die Passagiere abholen werden", sagte Herbert Fervers, der Geschäftsführer des Reiseveranstalters Lord Nelson Seereisen aus Erkelenz in Nordrhein-Westfalen der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Vorzeiges Ende einer Schiffsreise

Die Passagiere werden zum Hafen von Ventspils gebracht und fahren dann mit dem Zug nach Riga. Dort seien bereits Hotelzimmer für sie reserviert. Im Laufe des Dienstags würden die Passagiere nach Deutschland geflogen. "Sie bekommen natürlich eine Entschädigung, die Versicherung ist bereits informiert", sagte Fervers. "Die Passagiere sind zwar traurig, dass die Reise nun vorzeitig enden muss, aber zugleich haben sie sehr verständnisvoll reagiert", meinte der Geschäftsführer.

Die Kreuzfahrtreise hatte am 1. Mai in Kiel begonnen. Sie sollte eigentlich zehn Tage dauern und über Riga, Tallinn, St. Petersburg und Helsinki führen. Durchschnittlich habe jeder Passagier rund 1400 Euro für die Reise bezahlt. Warum die "Mona Lisa" auf Grund lief, ist unbekannt. Schlechtes Wetter scheide als Ursache aus, erklärte die Küstenwache. Es wurden Ermittlungen aufgenommen. Das Schiff sei zum Unfallzeitpunkt von einem griechischen Brückenoffizier gesteuert worden, der ein Kapitänspatent hat.

AP/dpa

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