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Winterwetter: Starke Schneefälle legen Verkehr lahm

Unfälle, lahmgelegte Bahnverbindungen und abgesagte Fußballspiele: Die starken Schneefälle in der Nacht sorgten vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen für Behinderungen. Wer kann, sollte sein Auto in der Garage stehen lassen.

Starkes Schneetreiben mit zahlreichen Verwehungen hat in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns den Straßen- und Schienenverkehr weitgehend zum Erliegen gebracht. Der Wetterdienst meldete bis 30 Zentimeter Neuschnee bei kräftigem Wind. Auf Autobahnen und Straßen des Landes blieben nach Angaben der Polizei viele Fahrzeuge stecken und sorgten so für Straßensperrungen. Es erging die Aufforderung, das Auto nur in dringenden Fällen zu benutzen.

In der größten Stadt des Landes, Rostock, kam nach Angaben der Polizei der gesamte Nahverkehr zunächst zum Erliegen. Gleiches gilt für Nordvorpommern mit Stralsund und Rügen.

Schlechte Nachrichten auch für Fußballfans: Aufgrund des Wetters wurde das für Samstag angesetzte Spiel der Zweiten Bundesliga vom FC Hansa Rostock gegen FC Union Berlin auf einen noch nicht feststehenden Termin verschoben. Der Landes-Fußballverband stoppte auch den gesamten übrigen Punktspielbetrieb des Wochenendes. Zudem wurden landesweit viele andere Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt.

Wegen der teils meterhohen Schneeverwehungen hat die Deutsche Bahn den Verkehr auf vielen Strecken im Bundesland komplett eingestellt. Betroffen ist auch der Fernverkehr. Ein Schienenersatzverkehr könne aufgrund der Straßenverhältnisse nicht eingerichtet werden, hieß es in einer Mitteilung. Auch auf allen weiteren Strecken müsse mit Verspätungen gerechnet werden. Alle verfügbaren Winterdienste seien im Einsatz.

Zahlreiche Unfälle in Nordrhein-Westfalen

Auch in Nordrhein-Westfalen sorgen die starken Schneefälle für Chaos. Bis Samstagfrüh wurden nach Angaben des Landesamts für zentrale polizeiliche Dienste in Duisburg rund 300 Verkehrsunfälle mit witterungsbedingtem Hintergrund gezählt. Dabei kam ein Mensch ums Leben, 42 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der entstandene Sachschaden wurde auf 1,3 Millionen Euro geschätzt.

Im Verlauf der Nacht verwandelten sich die Straßen im ganzen Bundesland durch teils schauerartigen Schneefall mit anschließender überfrierender Nässe in Rutschbahnen. Bei einem Verkehrsunfall auf der eisglatten A61 bei Bedburg kam ein Mensch ums Leben. Auf der A1 musste die Fahrbahn in Richtung Köln in Höhe Bad Münstereifel nach einem Lastwagen-Unfall wegen Bergungsarbeiten gesperrt werden. Die Autobahn 33 wurde wegen einsetzender Eisglätte zwischen den Anschlussstellen Paderborn-Sennelager und Schloss Holte-Stukenbrock ebenfalls gesperrt.

Wegen der anhaltenden Schnee- und Eisglätte rechnete die Polizei auch im weiteren Tagesverlauf in ganz Nordrhein-Westfalen mit starken Behinderungen. Sie forderte die Autofahrer zu einer vorsichtigen, der Witterung angepassten Fahrweise auf.

DPA/APN / DPA

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