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Mercedes-Stallrivalen: Formel-1-Finale in Abu Dhabi: Rosberg und Hamilton fahren um den Titel

In Abu Dhabi reicht Nico Rosberg eine Platzierung auf dem Treppchen, um sich die Formel-1-Weltmeisterschaft zu sichern. Der 31-Jährige und Mercedes-Kollege Lewis Hamilton geben sich vor dem Saisonfinale nicht mal mehr die Hand.

In Abu Dhabi steht für Formel-1-Pilot Nico Rosberg der WM-Titel auf dem Spiel

In Abu Dhabi will der Formel-1-Pilot Nico Rosberg den WM-Titel holen

Nicht mal ein Handschlag war für und Lewis Hamilton drin. Die beiden -Piloten gönnen sich kurz vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi gar nichts mehr. Eine Pose für ein gemeinsames Foto war alles, das sich die beiden Mercedes-Kollegen erlaubten.

Die kleinen Sticheleien, die Hamilton immer wieder anbrachte, ließ sich Nico Rosberg nicht anmerken. 252 Tage nach dem Start ist der deutsche Rennfahrer Kurs auf seine erste Weltmeisterschaft - und will sich davon  nicht mehr abbringen lassen.

"Ich bin in einer Megasituation. Ich fühle mich super", versicherte Rosberg vor seiner erhofften Krönungsfahrt am Sonntag. Rast der 31-Jährige auf's Podium, ist er unabhängig vom Abschneiden Hamiltons der dritte deutsche Formel-1-Champion nach und .

Rosberg will auch im 21. Grand Prix dieser Saison seiner Linie zumindest öffentlich treu bleiben. Keine Gedanken an einen Triumph, keine Gedanken an eine Tragödie. "Solche Gedanken machen mich nicht schneller. Wichtig ist, was im Jetzt ist, alles andere bringt nichts. So gehe ich da ran", insistierte Rosberg. Auch auf dem Yas Marina Circuit will er auf Sieg fahren. "Für mich geht es darum, mich auf mich zu konzentrieren. Ich bin gespannt auf das Rennen. Ich würde gerne die Saison mit einem Sieg beenden", bekräftigte er.

In Abu Dhabi geht es um alles in der Formel 1

Hamilton will das auch. Und damit zum dritten Mal nach 2014 und 2015 seinen deutschen Rivalen im Zweikampf schlagen. Einen zu Beginn der offiziellen Pressekonferenz vorgeschlagenen medienwirksamen Händedruck ließen die beiden früheren Kart-Kumpel aus. In der Formel 1 ist keine Zeit für Höflichkeiten. Es geht um zuviel.

"Es war eine herausfordernde Saison mit Hochs und Tiefs. Ich habe versucht, das Negative ins Positive zu wenden", beschrieb Hamilton seine wechselhafte Saison, in der er schon einmal 43 Punkte Rückstand auf Rosberg hatte. Dieses Jahr habe dem wiedererstarkten Mann aus Stevenage, der die letzten drei Rennen für sich entscheiden konnte, aber gezeigt, "dass alles möglich ist".

Hamilton wird für seinen vierten WM-Titel die Grenzen ausloten. Auf der Pressekonferenz nutzte er manche Frage, um in Richtung seines Rivalen zu sticheln. So gefiel Hamilton sichtlich, dass dem Tausch von Mechanikern und Ingenieuren in beiden Lagern nachgegangen wurde. "Sehr gute Frage", beschied der Brite und wendete sich an Rosberg: "Ich würde gerne noch hinzufügen: 'Welche Erklärung hast du dafür bekommen?'" Oder die kleine Zeitreise in ihrer beider Rivalität noch zu Kinderzeiten. Während Hamilton nach eigener Aussage noch gerne Dinge aus jenen Tagen mache, habe sich Rosberg "verändert".

Nico Rosberg geht entspannt ans Rennen heran

Der gebürtige Wiesbadener will sich auf den letzten Kilometern dieser für ihn vielleicht herausragenden Saison aber nicht reizen lassen. "Mit Sicherheit wird der Adrenalinspiegel steigen, das ist aber an jedem Wochenende so", räumte Rosberg ein. Nach seinen WM-Niederlagen gegen Hamilton sieht er sich jedoch deutlich gereift. "Ich kämpfe zum dritten Mal um den Titel. Das hilft, entspannter zu sein."

Fokussierter denn je scheint Rosberg in diesem Jahr. Seine Pleite im WM-Finale 2014, als er sich mit seinem defekten Silberpfeil als 14. nur noch ins Ziel schleppen konnte, will er nicht als Tiefpunkt verstanden wissen. "Das war ein harter Moment", sagte Rosberg. "Ich bin aber stolz, aus diesen schwierigen Momenten stark herausgekommen zu sein." Vielleicht sogar stark genug, um Weltmeister zu werden.

mrk/DPA

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