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Appell von Corinna Schumacher "Verlassen Sie die Klinik!"


Seit Tagen belagern Journalisten das Krankenhaus in Grenoble, in dem Michael Schumacher um sein Leben ringt. Corinna Schumacher fordert nun, ihre Familie und die Ärzte ihres Mannes in Ruhe zu lassen.

Corinna Schumacher hat sich mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit und die Medien gewandt. Die Frau des schwer verletzten Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher mahnte in unmissverständlicher Klarheit an, die Ärzte und ihre Familie in Ruhe zu lassen. "Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können - vertrauen Sie bitte deren Statements und verlassen Sie die Klinik. Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe", hieß es in der Mitteilung.

In dem Statement, dass Schumachers Managerin Sabine Kehm verbreitete, bat die Ehefrau des ehemaligen Formel-1-Piloten: "Bitte unterstützen Sie uns in unserem gemeinsamen Kampf mit Michael."

Die Klinik in Grenoble, in der Schumacher wegen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas behandelt wird, wird seit Tagen von Journalisten aus Frankreich, Deutschland und anderen Ländern belagert. Ein als Priester verkleideter Journalist versuchte in der letzten Woche, in das Krankenzimmer des Formel-1-Rekordweltmeisters vorzudringen.

Schumi filmte seinen Sturz

Zum Zeitpunkt des Unfalls lief Schumachers Helmkamera, wie aus französischen Ermittlerkreisen bekannt wurde. Das Material sei verwendbar, es handle sich um ein "wichtiges Dokument" für die Ermittler. Die Staatsanwaltschaft hat für diesen Mittwoch eine Pressekonferenz im Justizpalast von Albertville angekündigt.

Schumachers Managerin hatte am späten Montagabend Schumachers Zustand als stabil beschrieben. Sie verwies in ihrer Stellungnahme erneut auf die offizielle Mitteilung der Ärzte. Kehm bestätigte indes nicht, dass sie gesagt haben soll, Schumacher sei außer Lebensgefahr.

Schumacher hatte sich am 29. Dezember beim Skifahren in Méribel schwere Kopfverletzungen zugezogen. Er wurde bislang zweimal operiert und liegt auf der Intensivstation der Klinik weiter im künstlichen Koma. Die Ärzte hatten in einem Bulletin am Montag Schumachers Zustand als stabil bezeichnet. Bis dahin hatten die Mediziner weitere Stellungnahmen erst im Falle einer Veränderung der Situation um den schwer verletzten Schumacher angekündigt. Schumachers Zustand war tagelang als kritisch, wenn auch stabil bezeichnet worden.

vim/AFP/DPA DPA

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