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Champions League Ein bisschen Frust und große Freude: Das sagten Tuchel und Nagelsmann nach dem Halbfinale


Es hat nicht gereicht für Julian Nagelsmann und RB Leipzig. Die Sachsen scheiterten im Halbfinale der Champions League an einem spielfreudigen Paris St. Germain. Die Reaktionen nach dem Spiel.

RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann hat sich unmittelbar nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League "stolz" über seine Mannschaft geäußert. "Wir wären gern ins Finale gekommen. Das ist, glaube ich, klar", sagte der 33-Jährige am Dienstagabend nach der 0:3-Niederlage gegen Paris Saint-Germain bei Sky. "Ich habe den Jungs auch gesagt, der Frust darf ein bisschen drinbleiben, das ist ganz normal."

In der Pressekonferenz nach dem Spiel stellte Nagelsmann fest: "Der Gegner war heute schlichtweg besser als wir. Das muss man akzeptieren." Man sei eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen, habe im letzten Drittel aber zu hektisch gespielt, analysierte er. "Nachdem wir in unserer besten Phase das Standard-Gegentor bekommen haben, ging ein bisschen der Glaube verloren. Das zweite Tor war unglücklich, ein ähnliches Geschenk wie das dritte. Auf diesem Niveau wird das bestraft." 

Julian Nagelsmann gratuliert Thomas Tuchel zum Einzug ins Finale der Champions League
"Der Gegner war heute übermächtig", konstatierte RB-Trainer Julian Nagelsmann nach dem Spiel. Trainerkollege Thomas Tuchel wünschte er fürs Finale am Sonntag alles Gute.
© Frank Hoermann / Sven Simon / Picture Alliance

"Glücklich sein über das, was wir erreicht haben"

Die RB-Profis seien alle "Wettkampftypen und wollen immer so weit kommen, wie es geht. Wir sind glücklich, dass wir im Halbfinale waren, trotzdem wären wir gern den nächsten Schritt gegangen – oder vielleicht auch noch zwei Schritte", so Nagelsmann weiter. Und der Leipziger Trainer blickte direkt nach vorn. Für ihn sei nun wichtig, "dass wir, so gut wie wir uns hier als Gruppe präsentiert haben, auch nach dem Frust wieder zusammenfinden und die Aufgaben angehen." Psychologisch sei das "keine einfache Situation". Auch nach den anstehenden freien Tagen werde der Frust noch da sein. Aber: "Du musst einfach den Weg finden, glücklich zu sein über das, was du erreicht hast."

Tuchel erleichtert: "Unbeschreiblich, das zu fühlen"

Ganz anders war die Gefühlslage bei Thomas Tuchel. Dem sitzen auch in dieser Saison wieder die Scheichs aus Katar im Nacken. Nichts anderes als den Henkelpott wollen die milliardenschweren Geldgeber des Klubs nach teils blamablen Auftritten in den vergangenen Jahren demnächst in der Vitrine sehen.

"Ich bin sehr erleichtert", sagte der frühere Coach von Borussia Dortmund und Mainz 05. "Das ist unbeschreiblich, das zu fühlen. Das sind wahnsinnig enge Spiele." Die Anspannung gehöre dazu und entsprechend groß seien die Freude und die Erleichterung. "Wir sind stolz und happy", sagte auch Thilo Kehrer, deutscher Außenverteidiger in Diensten von PSG. Aus der Kabine postete der brasilianische Superstar Neymar bei Instagram Jubelbilder mit Mbappé und seinen Teamkollegen.

js DPA

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