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Häme statt Titelkampf Es sollte ein Comeback werden, doch MMA-Star Conor McGregor ging stattdessen erstmals k.o.

Häme statt Titelkampf: Der US-Amerikaner Dustin Poirier machte in der zweiten Runde alles klar. Conor McGregor musste sich mit einem technischen K.o. zufrieden geben.
Der US-Amerikaner Dustin Poirier machte in der zweiten Runde alles klar. Conor McGregor musste sich mit einem technischen K.o. zufrieden geben.
© Jeff Bottari/Zuffa LLC / Getty Images
Bei seinem erneuten Comeback wollte Conor McGregor groß auftrumpfen und damit auch den amtierenden Champion zurück vom Sofa in den Oktagon holen. Stattdessen fing sich der MMA-Superstar den ersten K.o. seiner UFC-Karriere ein.

Der Kampf war als Comeback geplant und wurde zur Pleite. Im MMA-Fight im Leichtgewicht gegen den US-Amerikaner Dustin Poirier musste der Ire Conor McGregor eine herbe Niederlage einstecken. Er ging im Boxring von Abu Dhabi K.o. - und das schon in der zweiten Runde. Es war der erste technische Knockout in der Karriere des 32-Jährigen.

Bereits vor sechs Jahren hatten sich Poirier und McGregor im Oktagon gegenüber gestanden, damals noch als Federgewichtler. 2014 sah der US-Amerikaner gegen McGregor kein Land. Es dauerte keine zwei Minuten, bis der Ire ihn damals durch ebenfalls technischen K.o. bezwungen hatte. Diesmal lief es andersrum. Nachdem Poirier den Favoriten durch zahlreiche Leg Kicks zum Humpeln gebracht hatte, schickte er ihn mit einer Rechten in Runde zwei endgültig auf die Bretter. Der Schiedsrichter brach den Kampf ab. Poirier sagte nach dem Kampf, er habe die Präsenz, die Aura des Iren weniger gespürt. "Ich war damals ein bisschen wie das Reh, das ins Scheinwerferlicht eines Autos schaut. Diesmal habe ich gegen einen anderen Mann gekämpft. Einen aus Fleisch und Blut, so wie ich auch. Und das wusste ich", zitiert "Sport1" den 32-Jährigen.

Erster K.o in der Karriere

Für McGregor wurde die Rückkehr in den Oktagon Ultimate Fighting Championship (UFC) zur fünften Niederlage im 27. MMA-Kampf. Zuletzt hatte McGregor 2018 gegen Khabib Nurmagomedov verloren. Der trägt derzeit den Titel in der Leichtgewichts-Division, hat aber seine Karriere beendet. Ein Sieg gegen Poirier sollte die Rampe für einen Revanche-Kampf zwischen Nurmagomedov und McGregor werden. Der Ire wollte den Rivalen damit vom Sofa zurück in die Arena locken.

Tatsächlich hatte auch UFC-Boss Dana White in der vergangenen Woche eine mögliche Rückkehr Nurmagomedovs im Falle eines Siegs McGregors in Aussicht gestellt. McGregor und der Russe gelten nicht nur als Superstars der Szene, sondern auch als Erzrivalen. Es wurde gemunkelt, dass es sich der amtierende Champion nicht nehmen lassen würde, noch einmal gegen den Lieblingsfeind anzutreten. Nach dem Kampf allerdings räumte White ein, dass der Titelträger wohl nicht zurückkommen werde.

Der Russe selbst äußerte sich dazu nicht. Er hatte seinen Rücktritt nach dem Tode des Vaters erklärt, es sei, sagte er damals, ein Versprechen, dass er seiner Mutter gegeben habe. Nurmagomedov ließ es sich aber nicht nehmen, online gegen McGregor auszuteilen. Über Twitter schrieb er: "Das ist, was passiert, wenn du das Team wechselt, die Sparringspartner verlässt, die dich zum Champion gemacht haben und mit kleinen Kindern trainierst, weit weg von der Realität".

MMA-Kämpferin

Bleibt es bei dem Rücktritt Nurmagomedovs, könnte Poirier, der im direkten Schlagabtausch deutlich dem Russen unterlag, nun zum neuen Champion im Leichtgewicht erklärt werden. Poirier gab sich nach dem Kampf großspurig. "Ich denke, dass das ein Titelkampf war und ich jetzt der Champion bin", zitiert "Sport1". 

Auch wenn die Niederlage ein herber Rückschlag für die Titel-Ambitionen McGregors bedeuteten, er will weitermachen. Ein Grund für seine Niederlage sei die lange Abwesenheit im Oktagon gewesen. Im Januar hatte McGregor zuletzt dort gestanden und nach nur 40 Sekunden Donald Cerrone besiegt. Aber weitere Gegner blieben aus, im Sommer gab der Ire daraufhin seinen Rücktritt bekannt. Es war der dritte Rücktritt McGregors in vier Jahren. 2017 hatte McGregor der UFC für die Box-Welt kurzzeitig den Rücken gekehrt. Damals stieg er  gegen Floyd Meriwether in den Ring, unterlag aber.

Quellen: Spox, Sport1

tpo

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