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Eklat vor Ski-WM: Skiverbands-Boss Kasper platzt der Kragen: "Wenn wir vor jedem Kongress die Prostituierten zählen ..."

Einen Tag vor der Eröffnung der Nordischen Ski-WM hat Seefeld seinen ersten Aufreger. Fis-Präsident Gian Franco Kasper platzte bei einer PK der Kragen. Stein des Anstoßes: Der nächste Kongress des Verbands steigt in einer Hochburg des Sex-Tourismus.

Kongress in Sex-Hochburg FIS-Präsident Kasper rastet aus

Fis-Präsident Gian Franco Kasper sorgte schon vor der Eröffnung der Nordischen Ski-WM für einen Aufreger. Mit harschen Worten wehrte er sich gegen die Kritik am Austragungsort des nächsten Fis-Kongresses.

AFP

Noch ist in Seefeld keine Medaille vergeben. Ihren ersten Aufreger haben die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften dennoch schon. Im Mittelpunkt einmal mehr Weltverbandspräsident Gian Franco Kasper. Der 75-jährige Schweizer vergriff sich am Rande der Eröffnungs-Pressekonferenz zum zweiten Mal binnen wenigen Tagen im Ton. Dieses Mal ging es um den nächsten Fis-Kongress im kommenden Jahr, der kürzlich ins thailändische Pattaya vergeben wurde. Pikant: Das frühere Fischerdorf Pattaya gilt als Hochburg des Sex-Tourismus in dem südostasiatischen Land. Wie der Deutschlandfunk berichtet, hatte sich eine Opposition unter Führung Norwegens vehement gegen Pattaya ausgesprochen und versucht, den Kongress in Thailand zu verhindern.

Kasper: "Wenn wir vor jedem Kongress die Prostituierten zählen..."

Darauf angesprochen, platzte Kasper in Seefeld der Kragen. "Das ist nichts, was ich zu entscheiden habe. Ich bin Demokrat", schrie er die anwesenden Journalisten an. "Wenn wir bei jedem Kongress vorher die Anzahl der Prostituierten zählen, bekommen wir Probleme. Jede Stadt hat Prostituierte", stellte er zynisch fest. Seine Kritiker befürchten, mit der erst bei der Alpinen Ski-WM in Are bestätigten Entscheidung für Pattaya, könnte der Ruf des internationalen Skiverbands in den Schmutz gezogen werden. Die norwegische Zeitung "Aftenposten" berichtet, dass rechtliche Schritte geprüft werden.

Kasper hatte erst vor wenigen Tagen für Kopfschütteln gesorgt, als er in einem Interview mit dem Schweizer "Tagesspiegel" feststellte, dass es leichter sei, Großveranstaltungen von Diktatoren geführten Ländern zu organisieren und durchzuführen. "...wo nicht das Volk befragt wird, die machen können, was sie wollen... die können das mit links machen", sagte er wörtlich. Im gleichen Atemzug stellte der Schweizer auch den Klimawandel in Frage. "Vorläufig ist kein Beweis da, wir haben noch Schnee und zum Teil sogar sehr viel", erklärte er im Stile von US-Präsident Donald Trump.

Quellen: sportschau.de, Deutschlandfunk

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