VG-Wort Pixel

Aus der Ferrari-Nachwuchsakademie Der 21-jährige Mick Schumacher schürt Formel-1-Hoffnung

Mick Schumacher rast an diesem Wochende im Autodromo di Monza: Der 21-Jährige ist Formel-2-Pilot und Mitglied der Ferrari Driver Academy.
Mick Schumacher rast an diesem Wochende im Autodromo di Monza: Der 21-Jährige ist Formel-2-Pilot und Mitglied der Ferrari Driver Academy.
© Mark Thompson / Getty Images
Schumacher, Monza und Sieg - Ferrari-Fans schwelgen da in Erinnerungen an glorreiche Formel-1-Zeiten. Michael Schumachers Sohn Mick lässt in der Formel 2 die Herzen der Tifosi schneller schlagen. Erst der erste Saisonsieg, dann Platz vier. Der Ferrari-Junior drängt sich auf.

Ferrari-Junior Mick Schumacher beflügelt die Sehnsucht der Tifosi nach einer Beförderung in die Königsklasse des Motorsports. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher lieferte beim Scuderia-Heimspiel in Monza sein bestes Formel-2-Wochenende in diesem Jahr ab.

Vor den Augen von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto feierte der Prema-Pilot nach einem Blitzstart am Samstag seinen ersten Saisonsieg und verpasste einen Tag später nach einer ungewollten Ausfahrt in die Auslaufzone als Vierter nur knapp das Podest.

Der 21-Jährige aus der Ferrari-Nachwuchsakademie verbesserte sich mit der Ausbeute von insgesamt 35 Punkten an dem Italien-Wochenende auf Platz zwei der Fahrerwertung (141) hinter dem Briten Callum Ilott (146).  In der kommenden Woche in Mugello könnte Schumacher sogar die Führung in der Nachwuchsklasse übernehmen und sich weiter für ein Formel-1-Cockpit 2021 aufdrängen.

Der ehemalige Rennstall seines Vaters, Ferrari, ist mit Charles Leclerc und Carlos Sainz schon besetzt. Doch Alfa Romeo und Haas, die beide von der Scuderia mit Motoren beliefert werden, suchen noch ihre Fahrerpaarung für die kommende Saison. In Ilott und Robert Schwartzmann aus Russland hat Schumacher aber noch weitere starke Formel-2-interne Scuderia-Nachwuchskonkurrenz.

Auf dem Weg zum Podium am Samstag spazierte Mick Schumacher auch an einem Foto seines Vaters vorbei, der fünfmal im Ferrari im Autodromo Nazionale di Monza gewonnen hatte. Auf dem Podest lauschte er dann andächtig der deutschen Nationalhymne und verspritzte strahlend den Schaumwein. "Ich bin überwältigt von dem Sieg", sagte Schumacher. "Was für ein fantastisches Gefühl."

"Die Pace, die wir hatten, war echt gut"

Schumacher erwischte bei seinem Premierensieg in einem Hauptrennen einen blendenden Start und schob sich noch vor der ersten Kurve von Position sieben auf Rang zwei. Nach einem völlig misslungenen Stopp des bis dahin führenden Briten Ilott hatte der Prema-Nachwuchsmann freie Fahrt. Schumacher behielt souverän die sensiblen Reifen unter Kontrolle und ließ sich im 15. Saisonlauf nicht mehr von der Spitze verdrängen. "Die Pace, die wir hatten, war echt gut", befand Schumacher. "Ich muss dem Team danken, nur dank ihnen kann ich solche Starts hinlegen."

Für Schumacher war es der zweite Erfolg in der Nachwuchsklasse, nachdem er 2019 auf dem Hungaroring ein Sprintrennen gewonnen hatte. In dem kürzeren Event am Sonntag in Monza über nur noch 21 statt 30 Runden wollte er dann nachlegen.

In umgekehrter Startreihenfolge für die vorderen Fahrer gab Schumacher nun als Achter Gas. Nach zwei Runden hatte er sich schon auf Position vier vorgearbeitet. Hinter ihm machte aber der Chinese Guanyu Zhou Druck. Im achten Umlauf verbremste sich Schumacher, musste in die Auslaufzone ausweichen, verlor wichtige Zeit und einen Platz. Er kämpfte aber und holte sich im vorletzten Umlauf Rang vier wieder zurück. Am Ende fehlten ihm beim Sieg des britischen Dams-Piloten Dan Ticktum 1,3 Sekunden auf den Dritten Christian Lundgaard aus Dänemark. 

tib/DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker