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FORMEL 1: Daimler-Vorstand Hubbert droht Kirch erneut mit eigener Rennserie

Daimler-Chrysler-Vorstand Jürgen Hubbert hat auf die Bedeutung der Automobilhersteller für die Formel 1 hingewiesen und erneut mit einer eigenen Rennserie gedroht.

Daimler-Chrysler-Vorstand Jürgen Hubbert hat auf die Bedeutung der Automobilhersteller für die Formel 1 hingewiesen und erneut mit einer eigenen Rennserie gedroht. An die Adresse der Kirch-Gruppe, die inzwischen über die Mehrheit an der Formel-1- Holding SLEC hält, sagte der 61-jährige dem »Handelsblatt«: »Ohne Beteiligung der Hersteller ist die Formel 1 eine Kirmes-Veranstaltung. Sie ist auf Gedeih und Verderb von den Unternehmen abhängig.« Er wisse zwar, dass man den neuen Mehrheits-Aktionär nicht enteignen könne, aber die Hersteller seien nicht dazu geeignet, als Bittsteller bei ihm aufzutreten.

Genug Power für »etwas Eigenes«

»Die großartige Show Formel 1 wird schließlich von uns finanziert und betrieben. Daher haben wird das Recht, durch die Leute informiert zu werden, die derzeit offensichtlich das Sagen haben. Dazu ist es höchste Zeit«, betonte Hubbert. Er wies darauf hin, dass unter den Herstellern, die sich mit mehr als 25 Prozent an der Holding beteiligen wollen, weiterhin der Gedanke an eine eigene Rennserie präsent ist. »Wir sind uns sehr einig und verfügen über den entscheidenden Willen, etwas Eigenes aufzubauen - für den Fall, dass keine vernünftige Lösung gefunden wird. Wir haben die Power und wären bereit, diese Kraft in eine andere Richtung zu leiten.«

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