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FORMEL 1: Niki Lauda im Raubkatzen-Cockpit

Gut 16 Jahre nach seinem Rücktritt hat Niki Lauda ein »Comeback« als Formel-1-Pilot gegeben. Der Jaguar-Sportchef absolvierte zehn Runden im Jaguar-Boliden.

Gut 16 Jahre nach seinem Rücktritt hat der dreimalige Formel-1-Champion Niki Lauda ein »Comeback« als Formel-1-Pilot gegeben. Der 52 Jahre alte Jaguar-Sportchef absolvierte auf der Rennstrecke im spanischen Valencia zehn Runden im Jaguar-Boliden. »Es war sehr interessant für mich, die technischen Fortschritte der letzten 16 Jahre auszuprobieren«, sagte Lauda. »Meine Absicht war es, so viel wie möglich über die elektronischen Systeme des Autos zu lernen, so dass ich die Erklärungen der Fahrer bei diesen Themen besser nachvollziehen kann.«

Zwei Dreher

So ganz einfach, wie der Altmeister sich die Sache vorgestellt hatte, entpuppten sich die Runden dann doch nicht. In zwei aufeinander folgenden Runden hatte der Österreicher jeweils in derselben Kurve einen Dreher. Das Auto musste in die Box zurückgebracht werden. Noch in der letzten Saison hatte der Ex-Weltmeister sich abfällig über die mit Technik vollgestopften Boliden geäußert, hatte behauptet, mit den Fahrhilfen könnte »jeder Affe« ein Formel-1-Auto bewegen.

Falsche Bremspunkte

In den Geraden sei der Sportchef genauso schnell gewesen wie der aktuelle Jaguar-Pilot Pedro de la Rosa, hieß es in einer Mitteilung des Teams. »Ich habe mich gedreht, weil ich an dem Punkt gebremst habe, den Pedro mir genannt hatte«, erklärte Lauda.

Der Ex-Champion hatte am 3. November 1985 im australischen Adelaide seinen 171. und letzten Grand Prix bestritten. Sein Vorhaben, den Jaguar selbst testen zu wollen, hatte Lauda so begründet: »Ich möchte einfach besser verstehen, wie das Auto funktioniert.« Es sei nicht sein Ziel, den aktuellen Jaguar-Piloten Eddie Irvine und Pedro de la Rosa »um die Ohren« zu fahren. Es gehe ihm allein um die technischen Details.

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