Formel-1-Revolution Grünes Licht für radikale Regeländerungen


Die Formel-1-Teams haben der revolutionären Regelreform von FIA-Chef Mosley im Grundsatz zugestimmt. Einheitsreifen, ein neues Motorenreglement und das Verbot aller elektronischen Fahrhilfen sollen die Rennen kostengünstiger und attraktiver machen.

Die Formel-1-Teams haben den Reformverschlägen von FIA-Chef Max Mosley im Grundsatz zugestimmt. Radikale Regeländerungen sollen die Kosten drastisch reduzieren und die Attraktivität des Rennsports erhöhen.

Nach der Zusammenkunft mit den Teamchefs der zehn Rennställe, Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone und Vertretern einiger Motorenherstellern am Dienstag zeigte sich Mosley hochzufrieden. "Bis auf kleinere Details gab es eine klare Zustimmung für diese revolutionären Vorschläge. Ich hätte nicht mehr von diesem Treffen erwarten können", sagte er.

Das Ergebnis des Treffens in Monaco soll am 30. Juni vom Motorsport-Weltrat verabschiedet werden. Mosley ist überzeugt, "dass die Rennen wieder interessanter und enger" werden.Vor zwei Wochen hatte Mosley einen Maßnahmen-Katalog vorgestellt, der angeblich eine Kostenreduzierung von etwa 50 Prozent bringen soll.

Einheitsreifen und Verbot elektronischer Fahrhilfen

Zu den wesentlichen Änderungen gehört unter anderem, dass alle Teams von einem statt von zwei Reifenhersteller beliefert werden. Außerdem sollen bis 2008 alle elektronischen Fahrhilfen verboten werden. Mit den Motorenherstellern wird noch beraten, wann statt des derzeit üblichen Zehn-Zylinder-Motors mit 3 Liter Hubraum ein Acht- Zylinder-Aggregat mit 2,4 Liter Hubraum eingeführt wird. Die Änderungen des Reglements sollen möglichst bis 2006 umgesetzt werden. Schon bis Ende dieser Saison kann der seit Beginn des Jahres geltende Qualifikations-Modus wieder geändert werden.

Neues Team 2005?

Außerdem kündigte Mosley nach dem Zusammentreffen für die neue Saison 2005 ein neues Team an. " Wir brauchen frisches Blut", so der Brite. Derzeit bestreiten zehn Teams die Formel-1-WM, der letzte Neuzugang war 2002 Toyota.


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