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FORMEL 1: Schumi-Show oder Mercedes-Revanche?

Vor dem Grand-Prix am Nürburgring rechnet die Formel-1-Fangemeinde größtenteils mit einer Fortsetzung des Duells Schumi I gegen Schumi II.

Vor dem Grand-Prix am Nürburgring rechnet die Formel-1-Fangemeinde größtenteils mit einer Fortsetzung des Duells Schumi I gegen Schumi II. Tatsächlich stünden die Chancen für ein erneutes Bruderduell gar nicht schlecht, wenn da nicht die Silberpfeile wären. Das Team von McLaren-Mercedes konnte sich in aller Ruhe auf das Rennen vorbereiten, während sich die Schumachers heftigstem Medienrummel ausgesetzt sahen.

Montreal Wiederholung

»Es wäre natürlich toll, wenn wir das Resultat von Montreal wiederholen könnten«, hofft Kanada-Sieger Ralf Schumacher und versetzt seinem zuletzt geschlagenen Bruder einen kleinen Seitenhieb: »Michael wird das nicht so gerne hören. Aber ich denke, egal, wer von uns beiden vorne liegen sollte, für die Zuschauer wäre es riesig«.

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Auch der dreimalige Formel-1-Weltmeister hätte nicht viel gegen einen vergleichbaren Zieleinlauf beim Großen Preis von Europa. »Ich bin sehr optimistisch, da wir in einer guten Position sind«, sagte Michael Schumacher.

McLaren auf dem Sprung

Das Silberpfeil-Lager hofft unterdessen darauf, am Spielverderber und lachender Dritter sein zu können. »Wir hätten nichts dagegen. Ein Sieg in der Heimat ist etwas besonders Schönes«, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. »Wir sind nicht der Favorit, aber wir können gewinnen«. Haug rechnet beim 30. WM-Lauf in der Eifel mit einem »Dreikampf. Das war es und das wird es bleiben«.

BMW stapelt tief

Schumi II und Williams-BMW relativieren trotz des jüngsten Triumphes diese Einschätzung. »Es wäre natürlich schön, hier ähnlich erfolgreich zu sein wie in Kanada, aber der Nürburgring wird für uns eine schwierigere Aufgabe. Ferrari wird die Nase vorn haben«, sagte Ralf Schumacher in Bonn und stichelte gegen die Silberpfeile. »Hoffentlich steht uns Mercedes weiter so gut bei, wie sie das bei den letzten Rennen getan haben«. BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger hält den blau-weißen Renner auf dem vergleichsweise langsamen 4,556 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs für nicht so konkurrenzfähig wie auf schnellen Strecken wie Hockenheim, Spa- Francorchamps oder Monza.

Reifenfrage

Ralf Schumacher hofft wegen der Michelin-Probleme bei Regenreifen auf das prognostizierte Kaiserwetter. »Die erwartet hohen Temperaturen könnten uns entgegen kommen. Wenn der Reifen halbwegs funktioniert, können wir mit dem dritten Platz rechnen«. Auch der »Große« rechnet damit, dass es für den »Kleinen« auf dem Nürburgring »sehr gut aussehen kann«. Sollte dem zweifachen Saisonsieger am Sonntag der dritte Streich gelingen, »kann er eventuell trotz des großen Punkteabstands ein Wörtchen in der Weltmeisterschaft mitreden«, traut Michael Schumacher seinem Bruder noch WM-Chancen zu.

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