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Großer Preis von Spanien: Schumacher fährt nur hinterher

Erneuter Dämpfer für Michael Schumacher: Der Weltmeister wurde beim Training für den Großen Preis von Spanien nur Siebter, sein schärfster Konkurrent Fernando Alonso belegte hinter Jarno Trulli Platz zwei.

Formel1-Weltmeister Michael Schumacher ist auch beim ersten echten Kräftemessen in Barcelona hinterhergefahren. Der Ferrari-Star kam nach seinen schwachen Trainingsleistungen auch am Samstag in der ersten Qualifikation zum Großen Preis von Spanien an diesem Sonntag mit großem Rückstand nur auf Platz sieben. Trotzdem hat der 36 Jahre alte Rennfahrer die Hoffnung auf eine Fortsetzung seiner vor zwei Wochen in Imola begonnen Aufholjagd auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso nicht aufgegeben. "Das war ganz in Ordnung. Es wird ein schwieriges Unterfangen, ganz nach vorne zu fahren. Aber es liegt im Bereich des Möglichen", sagte er.

Alonso dagegen hatte kaum Schwierigkeiten. Umjubelt von seinen vielen Fans fuhr der Renault-Pilot auf der 4,627 Kilometer langen Strecke auf dem Circuit de Catalunya in 1:14,811 Minuten die zweitschnellste Runde. Nur der Italiener Jarno Trulli im Toyota war in 1:14,795 Minuten 16 Tausendstelsekunden schneller. "Wir sind super zufrieden", sagte er.

"Es war mehr drin"

Alonso haderte ein wenig mit sich selbst. "Ich habe einige kleine Fehler gemacht, deshalb bin ich überrascht, dass ich unter die ersten Drei gefahren bin." 0,008 Sekunden langsamer als der mit 26 Punkten vor Schumacher führende WM-Spitzenreiter war der Finne Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes. "Es war mehr drin", meinte der Silberpfeil- Pilot. "Wir haben eine gute Basis", freute sich Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug.

Hinter dem zwei Hundertstelsekunden beisammen liegenden Spitzentrio platzierten sich Ralf Schumacher im zweiten Toyota und Nick Heidfeld im BMW-Williams als Vierter und Fünfter stark. Heidfeld jedoch wird die schnelle Runde nach zwei Motorenwechseln nicht viel bringen. "Nach meinem Wissensstand starte ich als Letzter. Deshalb habe ich nicht alles gegeben", sagte er. Nach den neuen Regeln wird der Mönchengladbacher beim Start zum fünften Saisonrennen zurückgestuft.

Ralf Schumacher war von der eigenen Stärke "angenehm überrascht". Man habe zwar gedacht, dass man vorne mit dabei sein könne, "aber dass es so gut läuft, hatten wir nicht erwartet. Es ist noch einiges möglich", sagte er. 0,075 Sekunden lag er hinter seinem Teamkollegen Trulli, der vor der entscheidenden Qualifikation am Sonntag vier Stunden vor dem Start die beste Ausgangsposition hat.

Großer Rückstand für Ferrari

Sein Bruder Michael hatte mit 0,603 einen weit größeren Rückstand auf den Schnellsten der Qualifikation. Und da auch Rubens Barrichello im zweiten Ferrari als Elfter bald eine Sekunde hinter Trulli zurücklag, könnte die Scuderia nach Schumachers Husarenritt von 13 auf zwei beim letzten Rennen in Imola schon in Barcelona wieder gestoppt werden.

In der WM-Wertung führt Alonso vor seinem Heimspiel mit 36 Punkten vor Trulli (18), dem zweiten Renault-Piloten Giancarlo Fisichella (Italien) und dem mit zehn Zählern punktgleichen Michael Schumacher. Ralf Schumacher (9) ist Fünfter; Heidfeld (7) belegt Rang zehn.

Volker Gundrum/DPA / DPA

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