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Großer Preis von Südkorea Hamilton bremst Vettel aus


Lewis Hamilton hat die Serie von Sebastian Vettels Red-Bull-Team gestoppt. Der McLaren-Fahrer eroberte in Südkorea die Pole Position. Damit ist der Angriff von Weltmeister Vettel auf eine weitere Formel-1-Bestmarke in Gefahr.

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat auf der Jagd nach dem Pole-Position-Rekord einen Dämpfer erlitten. Der 24-Jährige musste sich am Samstag in der Südkorea-Qualifikation McLaren-Pilot Lewis Hamilton geschlagen geben und verpasste damit seine 13. Pole in dieser Saison. "Es ging nicht viel mehr", bekannte der 24-Jährige, der zudem nur knapp einer Strafe entging. Die Rennkommissare in Yeongam entschieden nach dem Rennen, dass der Red-Bull-Pilot seinen zweiten Startplatz behalten darf, obwohl er in einer Kurve abgekürzt hatte. Vettel habe sich damit keinen Vorteil verschafft, begründeten die Stewards ihr Urteil. Der Hesse hatte nach seiner ersten gezeiteten Runde im letzten Durchgang der Qualifikation auf dem Rückweg an die Box kurz die Strecke verlassen.

Zum ersten Mal in diesem Jahr steht damit der beiden Red-Bull-Fahrer auf dem ersten Startplatz. Vettels Teamkollege Mark Webber wurde hinter Jenson Button im zweiten McLaren Vierter.

Vettel fehlen damit weiter zwei Poles zur Bestmarke von Nigel Mansell. Der Brite war 1992 insgesamt 14 Mal von ganz vorn gestartet. Dennoch zeigte sich der Doppelchampion zufrieden. "Wir waren sehr nah dran, näher als viele erwartet haben - wir auch", sagte Vettel. Zudem sparte der Hesse alle drei Sätze der härteren Reifenmischung für den erwarteten Strategiepoker im Rennen am Sonntag. "Das wird sich hoffentlich auszahlen", sagte Vettel.

Hamilton auf Wiedergutmachungskurs

Der zuletzt wegen seiner Pisten-Rüpeleien heftig gescholtene Hamilton verschaffte seinem Arbeitgeber indes die perfekte Ausgangsposition für den 700. Grand Prix von McLaren. Für seine schnellste Runde auf dem 5,615 Kilometer langen Kurs benötigte er 1:35,220 Minuten und war damit 0,222 Sekunden schneller als Vettel. "Ich hatte eine schwierige Zeit, damit kann ich mich ein wenig rehabilitieren", meinte Hamilton.

Mit grimmigem Blick war der 26-Jährige zuvor aus dem Auto geklettert, hatte Vettel verkniffen die Hand geschüttelt und dann mit finsterer Miene für die Fotografen posiert. Auf Nachfrage beteuerte Hamilton jedoch: "Natürlich bin ich glücklich. Und stolz auf mein Team, das mich so sehr unterstützt hat." Für Hamilton ist es die 19. Pole Position seiner Karriere. Zuletzt durfte er im Juni 2010 in Kanada als Erster ins Rennen gehen. "Ich bin sicher, das wird aufmuntern", befand Teamchef Martin Whitmarsh.

Schumacher nur auf Rang zwölf

Für Michael Schumacher war der Arbeitstag überraschend vorzeitig beendet. Der Rekordweltmeister verpasste die Top Ten und musste sich mit Rang zwölf begnügen. "Das ist schade", sagte der 42-Jährige. Schumacher verspürte ungewöhnliche Vibrationen in seinem Silberpfeil, seine einzige gezeitete Runde im zweiten Durchgang reichte nicht zum Weiterkommen. "Wir werden uns das anschauen", kündigte Schumacher eine Analyse des Problems an.

Sein Teamkollege Nico Rosberg fuhr im zweiten Mercedes auf Rang sieben. "Ich bin ziemlich zufrieden", sagte der Wiesbadener. Adrian Sutil belegte im Force India Platz zehn. Der Wersauer Timo Glock war im Marussia-Virgin als 21. auch im 16. Anlauf dieser Saison früh gescheitert.

Der Grand Prix am Sonntag ist das viertletzte Saisonrennen. Vettel hatte zuvor in Japan bereits seinen zweiten WM-Titel eingefahren. In Südkorea könnte sein Red-Bull-Team auch den Gewinn der Konstrukteurswertung vorzeitig perfekt machen. Dafür müsste der Vettel-Rennstall den 130-Punkte-Vorsprung vor McLaren im Gesamtklassement behaupten.

swd/DPA DPA

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