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"Kicker"-Wahl: Manuel Neuer ist Deutschlands Fußballer des Jahres

Erst Welttorhüter, dann Weltmeister - und nun die nächste Trophäe für Manuel Neuer: Der Nationaltorwart wurde zum besten Spieler des Jahres in Deutschland gewählt. Zweiter wurde Marco Reus.

Nationaltorwart Manuel Neuer ist #link;http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/609459/artikel_manuel-neuer-ist-fussballer-des-jahres.html;Fußballer des Jahres# in Deutschland. Der 28-Jährige vom FC Bayern gewann die Wahl des Fachmagazins "Kicker" bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere und setzte sich knapp vor Borussia Dortmunds Marco Reus durch. Der BVB-Profi schaffte es als einziger Spieler, der nicht bei der WM dabei war, unter die besten Acht. Dritter wurde Neuers Münchner Vereinskollege und Weltmeister Thomas Müller. Bundestrainer Joachim Löw erhielt bei der Umfrage unter deutschen Sportjournalisten die meisten Stimmen als Coach des Jahres 2013/2014. Fußballerin des Jahres wurde Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg.

Mit 144 von 701 Stimmen war Neuer unter den wahlberechtigten Sportjournalisten die Nummer 1. "Diese Wahl ist eine Ehre für mich. Und ich bin genauso überrascht. Ich hatte nicht damit gerechnet, obwohl ich mir natürlich bewusst bin, dass ich gute Leistungen gezeigt habe", sagte der Torwart dem "Kicker". Die Auszeichnung mache ihn froh. "Wir sind in diesem Jahr Weltmeister geworden, da hat diese Wahl noch eine zusätzliche Bedeutung." Bei der Endrunde in Brasilien war Neuer auch schon zum besten Torhüter des Turniers gewählt worden.

Reus, der verletzungsbedingt in Brasilien gefehlt hatte, erhielt neun Stimmen weniger. Müllers Rückstand betrug bereits 39 Stimmen. Insgesamt kamen sechs Bayern-Spieler unter die Top Ten. Der aus der Nationalmannschaft zurückgetretene Kapitän Philipp Lahm landete mit 65 Stimmen auf Rang fünf vor Bastian Schweinsteiger (55). Neben Reus schafften es vom BVB auch noch Mats Hummels (7./27) und der Neu-Münchner Robert Lewandowski (9./18) unter die besten Zehn.

Klare Entscheidung für Löw

Deutlich fiel die Entscheidung beim Trainer des Jahres aus. Löw erhielt von den insgesamt 701 Stimmen 248. Der Weltmeister-Coach verwies damit Markus Weinzierl nach dessen starker Rückrunde mit dem FC Augsburg in der vergangenen Spielzeit auf Platz zwei (152). Dritter wurde Pep Guardiola vom FC Bayern (89) vor BVB-Trainer Jürgen Klopp (64).

"Für mich ist dies eine große Ehre und ein ganz besonderer Moment in meiner langen Laufbahn als Fußballtrainer", sagte Löw. Er betonte aber noch einmal die Gemeinschaftsleistung auf dem Weg zum WM-Triumph am 13. Juli in Rio de Janeiro. "Es ist mir bei dieser Gelegenheit auch wichtig, hervorzuheben, dass dies eine Auszeichnung für alle Trainer im deutschen Fußball ist", sagte Löw. "Jedes Mitglied unseres Teams ist ein Stück vom Trainer des Jahres."

Bei den Fußballerinnen setzte Alexandra Popp ihr Erfolgswochen nach dem Gewinn der Champions League und der Meisterschaft fort. Dabei gingen sogar die ersten vier Plätze an Spielerinnen des VfL Wolfsburg. Popp siegte mit 97 von 527 abgegebenen Stimmen vor Martina Müller (91), Nadine Keßler (69) und Lena Goeßling (59). "Damit habe ich nicht gerechnet. Das ist eine tolle Anerkennung", sagte Popp.

car/DPA / DPA

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