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0:1 gegen Randers FC: Lustloser HSV blamiert sich

Es kam nicht mehr darauf an - und daran ließen die Spieler des Hamburger SV keinen Zweifel. Nach dem 4:0-Sieg beim dänischen Club Randers FC im Hinspiel war der Einzug in die vierte Runde der Europa League bereits gesichert. Die 40.000 Fans hatten nun auf einen unterhaltsamen Abend gehofft, doch der HSV blamierte sich auf ganzer Linie.

Drei Tage vor dem Bundesliga-Start beim SC Freiburg hat sich der Hamburger SV mit einer desolaten B-Elf beim 0:1 (0:1) gegen den FC Randers blamiert und ist nur dank des 4:0 im Hinspiel in die Playoff-Runde der Europa League eingezogen. Die engagierten Dänen kamen vor mehr als 40.000 Zuschauern am Donnerstag gegen eine verunsicherte junge HSV-Mannschaft durch Sören Berg (35.) zum einzigen Treffer in einer enttäuschenden Partie. "Es gibt keine B- Mannschaft, alle Spieler haben mein Vertrauen und sollen in dieser Saison national und international bestehen. Ich glaube an meine Jungs", hatte HSV-Trainer Bruno Labbadia noch vor seiner Heimpremiere betont.

Die Wirklichkeit sah anders aus: Zwar gab Labbadia Zehn-Millionen-Einkauf Marcus Berg und dem neuen Innenverteidiger David Rozehnal von Lazio Rom von Beginn an eine Chance, die Veränderungen auf zehn Positionen im Vergleich zum Pokalsieg in Düsseldorf zerstörten aber den Spielfluss. Mit Ausnahme des emsigen Kapitäns David Jarolim fehlte jegliche Kreativität im Mittelfeld, die Youngster Änis Ben-Hatira und der 18-jährige Tunay Torun wirkten überfordert. Einzig Frank-Rost- Ersatz Wolfgang Hesl war ein stabiler Rückhalt, beim Gegentor allerdings schuld- und machtlos. Der dänische Torjäger Sören Berg hatte Nationalspieler Marcell Jansen wie einen Schuljungen stehen lassen und aus 15 Metern abgezogen.

Berg deutete Torgefährlichkeit nur an

Zuvor hatte der HSV vier gute Chancen nicht nutzen können. Der schwedische U-21-Torschützenkönig Marcus Berg (10./13.) deutete seine Torgefährlichkeit an, doch Dänen-Keeper Kevin Stuhr Ellegaard war zur Stelle. Eine Großchance ließ Jarolim (27.) nur wenige Meter vor dem Gehäuse ungenutzt, als er sich nicht traute, selbst abzuschließen. In den zweiten 45 Minuten nahm Labbadia Mladen Petric für den verunsicherten Ben-Hatira herein, mit dem Aufbauspiel taten sich die Hamburger nach wie vor schwer. Die immer stärker werdenden Gäste kamen sogar durch Mikkel Beckmann (53.) und David Addy (55.) zu weiteren Möglichkeiten.

Erst die Hereinnahme von Jonathan Pitroipa brachte Schwung ins lahme HSV-Spiel. Der schnelle Flügelspieler aus Burkina Faso hatte die Möglichkeit zum Ausgleich nach 67 Minuten auf dem Fuß.

Trotz der schlechten Leistung hat der HSV gezeigt, dass ihm dänische Mannschaften liegen: In bisher vier internationalen Duellen setzten sich immer die Hamburger durch. Der Gegner für die sogenannte Playoff-Runde wird an diesem Freitag ausgelost. Da der HSV auf Rang 13 der UEFA-Rangliste liegt ist er wie schon in der Runde zuvor gesetzt. In der vierten Runde der Europa League stoßen mit dem Bundesligavierten Hertha BSC Berlin und Pokalsieger Werder Bremen zwei weitere deutsche Mannschaften hinzu.

DPA / DPA

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