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1. Bundesliga: Bayern lässt in Freiburg Punkte liegen

Der SC Freiburg bot eine läuferisch und kämpferisch starke Partie und konnte Bayern München einen Punkt abtrotzen. Die Münchner machten aus dem Mehr an Ballbesitz zu wenig und zeigten sich einfallslos im Angriffsspiel. Durch das 0:0 im Breisgau müssen die Bayern auch Gladbach an sich vorbeiziehen lassen.

Ausgerechnet beim Tabellenletzten hat der FC Bayern München den nächsten Rückschlag im Titelrennen hinnehmen müssen. Durch das enttäuschende 0:0 beim SC Freiburg liegt der Rekordmeister nun schon vier Punkte hinter Spitzenreiter Dortmund und musste in der Tabelle der Bundesliga auch noch Borussia Mönchengladbach vorbeiziehen lassen.

Ohne Ideen, ohne Leidenschaft und eine Halbzeit lang auch wieder ohne Arjen Robben riss auch eine stolze Serie der Bayern. Denn die vorangegangenen zwölf Spiele gegen die Breisgauer hatten sie allesamt gewonnen. Vor allem in der ersten Halbzeit verweigerten die Bayern sich dem Laufspiel ohne Ball und den Zweikämpfen. Erst in der zweiten Hälfte agierten die Gäste engagierter, es reichte gegen mutige Freiburger allerdings nicht mehr.

Leidenschaft von Beginn an 

Die Freiburger spielten dagegen genau so, wie es ihr Trainer Christian Streich vor dem Spiel angekündigt hatte: mutig, leidenschaftlich und vor allem ohne jede Angst oder irgendeinen Respekt. Der Tabellenletzte zwang dem Titelfavoriten lange Zeit sein Spiel auf und verengte mit enormer Laufarbeit geschickt die Räume. Nur ein beinahe schon überfälliges Führungstor wollte nicht fallen.

In der zwölften Minute klärte David Alaba gerade noch rechtzeitig vor dem neuen SC-Stürmer Ivan Santini zur Ecke. In der 25. Minute ließen die Münchener nahezu ungehindert Johannes Flum durch ihre Abwehr spazieren. Dessen Schuss wurde aber genauso abgefälscht wie nur drei Minuten später der Versuch von Cedrick Makiadi.

Müller-Chance einziges Highlight aus Bayernsicht

Die Bayern hatten dem abgesehen von einem frühen Abseitstor von Holger Badstuber (9.) nicht viel entgegenzusetzen. Ihr Spielaufbau war viel zu einfallslos, ihre Fehlpassquote ungewohnt hoch. Lediglich Franck Ribery setzte den einen oder anderen Akzent und bereitete damit auch die einzige Chance seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit vor: Thomas Müller nahm eine schöne Flanke des Franzosen volley (43.), scheiterte aber an Torwart Oliver Baumann.

Trainer Jupp Heynckes reagierte in der Pause auf diese blutleere Vorstellung und setzte auf totale Offensive: Robben kam für den Verteidiger Rafinha, so dass die Bayern zur zweiten Halbzeit mit ihrer eigentlich schon für gescheitert erklärten Variante mit allen fünf Offensivstars (Müller, Kroos, Ribery, Gomez und eben Robben) auf den Platz zurückkamen. Keine drei Minuten nach seiner Einwechselung besaß Robben auch schon seine erste Chance, kam dabei aber genauso wie zuvor Müller nicht am starken Baumann vorbei.

Freiburg-Anhänger verhöhnen Bayern-Fans

Bei den Bayern war nun mehr Biss und Tempo im Spiel. Ein klares Übergewicht konnten sie sich aber immer noch nicht herausspielen gegen sich weiter sehr beherzt wehrende Freiburger. Der Tabellenletzte verteidigte sehr laufintensiv und taktisch klug und dachte gar nicht daran, sich nur noch zurückzuziehen. Die Fans feierten ihre Mannschaft dafür lautstark und sagen während der Partie auch: "Deutscher Meister wird nur der BVB."

sportal.de / sportal

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