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1. Bundesliga: Die Hoffnung lebt - Köln holte einen Punkt gegen Stuttgart

Der 1. FC Köln hat die Einstellung für den Abstiegskampf wiedergefunden. Kampf war Trumpf beim wichtigen 1:1 gegen den VfB Stuttgart. Damit verpassten es die Kölner zwar, den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze entscheidend zu verkürzen, doch die Hoffnung lebt wieder. Ganz nebenbei steht der VfB sicher in der Europa League.

Lukas Podolski und der 1. FC Köln geben im Kampf um den Bundesliga-Klassenverbleib nicht auf und schöpfen neue Hoffnung. Mit dem 1:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart, der damit auch zum zehnten Mal nacheinander nicht verlor, feierte der FC beim Heimdebüt von Interimscoach Frank Schaefer vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion einen beachtlichen Teilerfolg. Mit 30 Punkten festigten die Rheinländer ihren Relegationsplatz.

Der VfB qualifizierte sich mit dem Punkt vorzeitig für die Europa League. Der Pole Slawomir Peszko brachte die Rheinländer in der 50. Minute in Führung, Joker Cacau glich 19 Minuten vor dem Ende aus.

Schaefer findet die richtigen Worte

Schaefer veränderte seine Startformation nach dem 0:3 in Mönchengladbach auf zwei Positionen. Für den verletzten Henrique Sereno rückte Kevin McKenna in die Innenverteidigung, in der Offensive kam Mato Jajalo für den leicht angeschlagenen Milivoje Novakovic zum Zug. Wichtiger war aber die Arbeit unter der Woche, Schaefer konnte seinem Team die zuletzt fehlende Leidenschaft wieder einimpfen. VfB-Chefcoach Bruno Labbadia schickte die gleiche Elf wie beim 4:1 gegen Bremen auf das Feld.

Die Schwaben übernahmen das Kommando und drängten die angeschlagenen Gastgeber in die Defensive. Durch Winter-Neuzugang Vedad Ibisevic gab es früh (6. Minute) einen ersten Warnschuss für den FC. Doch den Angriffsaktionen der Labbadia-Elf fehlte es an Genauigkeit. Köln konnte sich anfangs selten aus der Umklammerung lösen und hatte erst durch Lukas Podolskis allerdings zu schwachen Kopfball nach einer Flanke von Sascha Riether eine Chance (28.).

Schützenhilfe aus Berlin

Als aus Berlin das 1:0 und später das 2:0 für Kaiserslautern bekannt wurde, wachte das Publikum auf - und der FC, der sich mehr und mehr Spielanteile erarbeitete, bekam durch den ehemaligen Stuttgarter Martin Lanig (32.), Podolski (34.) und Kapitän Pedro Geromel (36.) weitere Möglichkeiten gegen einen erstaunlich nachlassenden VfB, bei dem der Japaner Gotoku Sakai kurz vor der Pause einen Aussetzer im eigenen Strafraum hatte. Doch Kapital hieraus konnten die Rheinländer nicht schlagen.

Im Beisein von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kam ein beflügelter FC aus der Kabine. Christian Clemens (49.) zwang VfB-Schlussmann Sven Ulreich zu einer Glanzparade. Doch kurz danach war er machtlos: Peszko verwertete Podolskis Flachpass aus kurzer Distanz zum umjubelten 1:0. In der 60. Minute verhinderte Kölns Keeper Michael Rensing gegen den eingewechselten Cacau das 1:1.

Jetzt war die Begegnung ein offener Schlagabtausch, in dem Podolski (62.) mit einem abgefälschten Freistoß und zwei Minuten danach mit einem Fernschuss scheiterte. Bei Miso Breckos Flachschuss (66.) war Ulreich abermals auf dem Posten. Fünf Minuten später dann der Rückschlag für Köln: Cacau glich mit einem Billardtor aus. In der 84. Minute drohte dem FC bei einem Cacau-Versuch das 1:2 - es blieb indes beim gerechten Remis.

sportal.de / sportal

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