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1. Bundesliga: Hamburger SV blamiert sich gegen Freiburg

Der HSV hatte seine Saison zwischenzeitlich schon abgehakt und plötzlich stecken die Hanseaten mitten im Abstiegskampf. Seit fünf Spielen sind sie ohne Sieg und nach der blamablen Heimniederlage gegen den SC Freiburg schrillen endgültig alle Alarmglocken.

Der Hamburger SV hat seinen Ruf als schlechteste Heimmannschaft bestätigt und steckt nach der 1:3 (0:2)-Niederlage gegen den SC Freiburg tief im Abstiegskampf der Bundesliga.

Johannes Flum (20.), Daniel Caligiuri (43.) und Cedric Makiadi (72.) schossen die Breisgauer zum verdienten Auswärtssieg, das Gegentor gelang Ivo Ilicevic (75.). Mit dem zweiten Auswärtssieg fuhr die Elf von Trainer Christian Streich wichtige drei Punkte ein und kann mit nun 25 Zählern weiter auf den Klassenverbleib hoffen. Der HSV bleibt mit 27 Zählern auf dem 14. Tabellenplatz, steht aber nur noch zwei Punkte vor Freiburg.

HSV mit neu formierter Abwehr

HSV-Trainer Thorsten Fink musste in der von Sportdirektor Frank Arnesen zum Sechs-Punkte-Spiel erklärten Partie umstellen: Für den Gelb-gesperrten Heiko Westermann rückte Michael Mancienne neben Jeffrey Bruma in die Defensivzentrale. Und für den verletzten Dennis Aogo rutschte Slobodan Rajkovic auf die linke Abwehrseite, Marcell Jansen nahm wegen eines Kapseleinrisses im Sprunggelenk auf der Auswechselbank Platz.

Den Gastgebern war anzumerken, dass die schlechten Ergebnisse der letzten Wochen und die Veränderungen sie verunsichert hatten. Statt konsequent nach vorn zu spielen, gab es von Beginn an viele Rückpässe. Nur vereinzelt tauchte der HSV vor dem Tor des Gegners auf und vergab dann aus aussichtsreicher Position.

Arslan vergibt die riesen Chance zur HSV-Führung 

So passte Ilicevic nach zwei Minuten in den Lauf von Mladen Petric, der Torhüter Oliver Baumann ausspielte und auf Tolgay Arslan abgab. Der 21-Jährige traf jedoch aus kurzer Distanz nicht, der Ball trudelte am Pfosten vorbei. Auch Petric (10.) hätte die Hanseaten mit einem abgefälschten Freistoß früh in Führung schießen können, doch Baumann lenkte den strammen Schuss über die Latte.

Freiburg trifft mit der ersten Chance 

So ergriffen die zunächst defensiv eingestellten Freiburger ihre erste Chance und konnten dabei sogar auf die Mithilfe des HSV bauen. Ein von Jarolim abgelenkter Freistoß von Jonathan Schmid landete bei Johannes Flum, dessen Schuss abgefälscht von Petric im Tor landete. Torhüter Jaroslav Drobny war schuldlos.

Nach dem Rückstand verloren die Hamburger ihre Linie. Die totale Verunsicherung führte zum 0:2 durch Caligiuri, wobei Gegenspieler Dennis Diekmeier ihn ganz allein ließ. Der Deutsch-Italiener verwandelte eine Flanke von Mensur Mujdza unhaltbar für Drobny.

Petric verfehlt das Tor aus drei Metern 

Nach der Pause setzte Fink auf totale Offensive und brachte mit Son Heung Min für den enttäuschenden Gökhan Töre und Marcus Berg für Robert Tesche zwei weitere Stürmer. Die Hausherren hatten sich viel vorgenommen, doch der erste Angriff durch Diekmeier auf Rajkovic endete in den Armen von Baumann.

Auch Aktivposten Jarolim, der erstmals seit Mai 2010 in seinem 250. Bundesliga-Einsatz für die Norddeutschen die Kapitänsbinde trug, konnte die Partie nicht drehen. So passte es ins Bild, dass Petric (59.) aus drei Metern nach einem schnellen Konter über Ilicevic und Son das leere Tor nicht traf.

Stattdessen konnte die Abwehr das 0:3 durch Makiadi nach einem gut einstudierten Freistoß von Julian Schuster nicht verhindern. Das Gegentor des immer stärker werdenden Ilicevic änderte nichts an der Niederlage.

sportal.de / sportal

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