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1. Bundesliga: Hertha BSC beim 0 -4 gegen die Bayern chancenlos

Dem FC Bayern hat auch die Länderspielpause nicht geschadet. Nach einem Blitzstart und drei Toren war das Spiel gegen Hertha BSC bereits nach einer Viertelstunde entschieden, die Berliner ergaben sich dagegen regelrecht. Für die Ex-Münchner Babbel, Kraft, Ottl und Lell war es ein bitterer Nachmittag.

Die Bayern dominieren weiter nach Belieben. Nach einem Turbostart fertigte der Tabellenführer Aufsteiger Hertha BSC leicht und locker mit 4:0 (3:0) ab. Schon nach einer Viertelstunde war die Partie nach Toren von Mario Gomez (5.), dem herausragenden Franck Ribéry (7.) und Bastian Schweinsteiger (13.) entschieden.

Beim anschließenden Schaulaufen begnügten sich die Münchner Spaßkicker trotz Chancen in Hülle und Fülle mit einer einzigen Zugabe: Nationalstürmer Gomez erzielte per Foulelfmeter sein zehntes Saisontor (69.). Die Münchner verteidigten damit die Tabellenspitze und beeindrucken auch mit dem Torverhältnis von 25:1.

Neuers Serie hält

Einmal mehr fast arbeitslos war im Münchner Tor Manuel Neuer, der nun schon seit 748 Spielminuten in der Liga ohne Gegentor ist. Dabei hatte er Glück, dass Andre Mijatovic drei Minuten vor Schluss aus fünf Metern drüber schoss. 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena wurden ansonsten Zeugen eines Klassenunterschieds - die frühzeitig überrollten Berliner setzten ihre 34-jährige Sieglos-Serie in München mit einer Kapitulation vor der Übermacht des Gegners fort.

Der Auftritt beim Ex-Club endete besonders für Hertha-Coach Markus Babbel sowie die früheren Bayern-Profis Andreas Ottl, Christian Lell und Thomas Kraft ernüchternd. Bevor der Hertha-Keeper den ersten Schuss halten konnte, musste er den Ball dreimal aus seinem Netz holen. Mit einigen Paraden verhinderte Kraft später Schlimmeres.

Die Bayern legten los wie die Feuerwehr, allen voran Ribéry, der an allen Toren beteiligt war. Während der verletzte Arjen Robben von der Tribüne aus zusah, erledigte der Franzose seinen Job mit purer Lust. Schon in der 2. Minute dribbelte Ribéry die Hertha-Abwehr inklusive Kraft aus, nur sein Torschuss wurde noch abgeblockt. Nach Zuspiel von Ribéry zielte kurz darauf Nationalstürmer Gomez aus rund 18 Metern ins linke Eck.

Lell gegen den Ex-Club nicht auf der Höhe

Schlag auf Schlag ging es weiter: Nach einer Hereingabe von Jérome Boateng, der als Rechtsverteidiger viel Druck nach vorne erzeugte, war Ribéry vor dem schlafmützig verteidigenden Lell am Ball. Und auch am präzisen Flachschuss von Schweinsteiger ins linke Eck war Ribéry als Passgeber beteiligt. 3:0 nach 13 Minuten - so einen Blitzstart hatten die Bayern zuletzt vor 28 Jahren beim 6:1 gegen den Karlsruher SC hingelegt.

Für die Hertha konnte es nach dem Schockstart nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Vorzugsweise hatten sie aber Glück, dass die Bayern bei der Effektivität nachließen; Ribéry (34.), Thomas Müller (35./40.), Gomez (40.) und Boateng (43.) verpassten eine mögliche Erhöhung des Halbzeitresultates. Und Hertha? Auch nach vorne ging fast nichts, bis auf einen Schussversuch von Raffael (39.).

Der Einbahnstraßenfußball ging auch nach der Pause weiter. Gomez verfehlte knapp das Tor (54.), auch Lahm scheiterte an Kraft (55.). Erst als Dribbelkönig Ribéry den Strafstoß herausholte, konnte Gomez nachlegen. Am Ende konnten die Bayern noch viel Kraft für das Champions-League-Spiel bei SSC Neapel sparen. Die Hertha ergab sich - das Ergebnis schmeichelte dem Aufsteiger sogar noch.

sportal.de / sportal

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