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1. Bundesliga: Hertha verliert bei Bundesliga-Rückkehr gegen Nürnberg

Mit viel Vorfreude hatten 61.118 Zuschauer im Berliner Olympiastadion die Rückkehr der Hertha, nach einem Jahr Abstinenz, in der Bundesliga erwartet. Doch gerade der Gastgeber enttäuschte beim 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg auf ganzer Linie.

61.118 Zuschauer im Berliner Olympiastadion hatten eine andere Rückkehr von Hertha BSC in die Bundesliga erwartet, doch beim 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg zeigte sich der souveräne Zweitligameister dann doch zu nervös und offenbarte so wieder einmal den Unterschied zwischen Bundesliga und 2. Liga.

Wenig Torraumszenen

Von überschwänglicher Freude über die Rückkehr ins Oberhaus war bei den Herthanern zunächst wenig zu sehen. Sie zeigten sich gerade in der Anfangsphase nervös und ließen die Gäste aus Nürnberg mehr und mehr ins Spiel kommen. Während die Club-Spieler zumindest zu Halb-Chancen in den ersten 20 Minuten kamen, bescherten die Gastgeber Nürnbergs Torwar Raphael Schäfer zunächst einen ruhigen Abend.

Viel spielte sich jedoch im Niemandsland des Spielfeldes ab. Dabei zeigten die Nürnberger beim Versuch in Richtung Tor zu spielen etwas mehr Einfallsreichtum. Hertha versuchte es jedoch nur mit langen Bällen auf Adrian Ramos und die nominell einsame Spitze Pierre-Michel Lasogga. Brotlos waren die Versuche auf beiden Seiten und so ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Sie waren stets bemüht

An dieser Situation konnte die 15-minütige Erholung in den Kabinen nichts ändern. Nach weiteren gespielten zehn Minuten sorgte der Zusammenprall zwischen Timm Klose und Raffael, mit dem böseren Ende für den Brasilianer, der aus einer Platzwunde am Kopf blutete. Doch auch er konnte mit Verband weiterspielen.

Selbst solch ein martialisches Aussehen konnte jedoch nicht über die Harmlosigkeit auf beiden Seiten hinwegtäuschen. Allerdings musste man den Spielern zumindest den Willen attestieren, letztlich doch das Tor zu verzeichnen - bei diesem Willen blieb es aber auch. Zu oft beendeten Abseitspfiffe, Fehlpässe oder Ähnliches etwaige Versuche einer Torchance.

Und dann kam Pekhart

Schließlich wurden die etwas besseren Nürnberger für diese Bemühungen belohnt. Nach einem Einwurf von Javier Pinola passte der erst kurz zuvor für Markus Feulner eingewechselte Jens Hegeler den Ball kurz vor der Torauslinie aus halblinker Position in die Mitte und fand dort Tomas Pekhart, den André Mijatovic kurz aus den Augen gelassen hatte. Pekhart schob souverän an Thomas Kraft vorbei zum goldenen Tor ein (80.).

Die Führung des Clubs gestaltete das Spiel nun natürlich offener. Und so kamen die Zuschauer in den letzten dreizehn Minuten noch in den Genuss von einigen Torraumszenen, auch wenn diese nicht mehr für zählbare Erfolge sorgen sollten. So blieb den Trainern Markus Babbel und Dieter Hecking nach dem Schlusspfiff lediglich die Erkenntnis: Es gibt für die kommende Spielzeit noch Einiges zu tun.

Sven Kittelmann

sportal.de / sportal

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