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1. Bundesliga Liga-Total-Cup - Bayern München schlägt den FSV Mainz


Der Liga-Total-Cup ist die erste zu gewinnende Trophäe in der neuen Spielzeit. Obwohl die Aussagekraft über die letztendliche Stärke der vier Teams durchaus überschaubar ist, geben die Duelle in der Coface Arena zu Mainz einen ersten Eindruck über die neuen Gesichter bei Bayern, Mainz, Dortmund und dem HSV.

Der Liga-Total-Cup ist die erste zu gewinnende Trophäe in der neuen Spielzeit. Obwohl die Aussagekraft über die letztendliche Stärke der vier Teams durchaus überschaubar ist, geben die Duelle in der Coface Arena zu Mainz einen ersten Eindruck über die neuen Gesichter bei Bayern, Mainz, Dortmund und dem HSV.

Wir haben auch am zweiten Tag genau hingeschaut und unsere Beobachtungen in einige Thesen zusammengefasst.

Kriegt der FC Bayern seine Defensivprobleme in den Griff?
Jupp Heynckes hatte es vor der Begegnung erklärt, im Training liege der Schwerpunkt momentan nicht unbedingt auf der Organisation des Abwehrverbundes und sicherlich gäbe es Probleme in der Rückwärtsbewegung, die allerdings innerhalb der nächsten Wochen ausgemerzt würden. Gut, dass die Probleme noch angegangen werden, denn auch gegen den FSV Mainz war von einem sattelfesten Defensivverbund nichts zu sehen.

Dabei gibt es noch viele Baustellen zu bearbeiten. Bei Pressing wirkte die Defensive zeitweise hilflos, viele Fehlpässe resultierten aus dem Druck der Mainzer, die dieses Stilmittel punktuell einsetzten und damit Erfolg hatten. Dazu kassierten die Münchner das erste Gegentor nach einer Standardsituation, als die Zuordnung mit einfachsten Mittel völlig ausgehebelt wurde.

So frei stand Nikolce Noveski im Training wohl lange nicht mehr. Apropos Standard. Bei einem Freistoß fiel die Mauer völlig auseinander und ermöglichte es dem Ball, zumindest den Außenpfosten zu touchieren. Das zweite Gegentor fiel, als die Bayern in der Rückwärtsbewegung nicht konsequent genug gegen den Ball agierten und Anthony Ujah leichtes Spiel hatte.

Wie leicht fällt die Umstellung nach dem Abgang von Schürrle und Holtby?
Bei den Mainzern liegt die Problemzone dann doch eher in der Offensive. Die zuvor eingespielte Mannschaft ist nicht mehr existent und gerade in des Gegners Hälfte fehlt es noch an der Abstimmung. Yunus Malli deutete sein vorhandenes Potenzial durchaus an, auch wenn er kein spielbestimmender Faktor in einer durchschnittlich agierenden Mainzer Mannschaft war. Seine schöne Flanke hinweg über Neuer hätte dennoch fast zu einem Tor geführt.

Doch Ujah, der ebenfalls noch keine richtige Bindung zum restlichen Team hatte traf erst nur den Pfosten. So blieb vieles Stückwerk und auch Zoltan Stieber konnte noch nicht so dominant auftreten, wie er es in Aachen regelmäßig tat. Immerhin war eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Spiel gegen den BVB zu erkennen, auch wenn Thomas Tuchel ob einiger Unzulänglichkeiten in der Defensive wieder nicht zufrieden sein kann und es auch nicht war.

Hat der FC Bayern auch einen Kagawa?
Takashi Usami kam mit großen Vorschuss-Lorbeeren zum FC Bayern und sollte nicht nur ein Marketing-Gag sein. Gegen die Mainzer zeigte der 19-Jährige schon erste Ansätze, traute sich gerade im direkten Duell schon einige Dribblings zu und lässt die Verantwortlichen darauf hoffen, zumindest in Ansätzen schon eine Alternative zu sein, falls einer der regulären Außen ausfallen sollte. Zwar gelangen ihm noch nicht die ganz großen Aktionen, dennoch machte er deutlich, nicht nur wegen der leckeren Brezeln nach München gekommen zu sein.

Wie aussagekräftig ist der Liga-Total-Cup?
Die Mannschaften befinden sich noch in der Vorbereitung und wie zu Beginn angesprochen, stehen gerade im taktischen Bereich, im Zusammenspiel und den allgemeinen Feinheiten noch diverse Einheiten auf dem Programm der Bundesligisten. Dass die Bayern gerade in der Defensive ihre Probleme haben, ist ein offenes Geheimnis. Dennoch standen Philipp Lahm und Rafinha noch nicht zusammen auf dem Platz und Jerome Boateng bekam noch überhaupt keine Chance auf einen Einsatz.

Auch bei Mainz standen im Vergleich zum Spiel gegen den BVB neun neue Spieler in der ersten Elf und auch beim Tabellen-Fünften der abgelaufenen Spielzeit fehlt es noch an der Feinjustierung. So darf dieser Wettbewerb durchaus dazu dienen, den Trainern einen ersten Eindruck zu geben, für das Abschneiden in der Liga hat es gerade ob der noch verbleibenden zwei Wochen so gut wie keine Aussagekraft.

Michel Massing und Gunnar Beuth

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