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1. Bundesliga: Mainz siegt nach fast drei Monaten gegen Stuttgart

Seine aufbrausende Art und die ständige Kritik an den Schiedsrichtern hatte Thomas Tuchel zuletzt viel Kritik eingebracht. Gegen Stuttgart gab seine Mannschaft die Antwort auf dem Rasen, und Tuchel war zufrieden. Kein Wunder, diesmal wurde ja auch der Gegner verpfiffen...

Mit einem 3:1-Sieg über den VfB Stuttgart hat Mainz 05 erstmals seit MItte August wieder drei Punkte geholt. Anders als bisher drehten die Rheinhessen diesmal das Spiel, anstatt eine Führung noch abzuschenken. Cacau hatte den VfB zwar in der 51. Minute in Führung geschossen, aber nur zwei Minuten später schlug Anthony Ujah mit seinem ersten Bundesligator zurück.

In einem immer hektischer werdenden Spiel, das zwei Rote Karten und zwei umstrittene Elfmeterszenen beinhaltete, stellten Andreas Ivanschitz (60./Foulelfmeter) und wieder Ujah (65.) den Mainzer Sieg sicher. Vor 30.000 Zuschauern in Mainz waren es diesmal nicht Thomas Tuchel und seine Spieler, die sich vom Unparteiischen Guido Winkmann übervorteilt wähnten, sondern die Gäste aus Schwaben. 

Thomas Tuchel brachte nach der Niederlage gegen Bremen vier Neue in die Startelf: Eugen Polanski, Julian Baumgartlinger, Andreas Ivanschitz und Nicolai Müller kamen für Nikolce Noveski, Malik Fathi, Yunus Malli und Eric-Maxim Choupo-Moting in die Mannschaft. Demgegenüber vertraute Bruno Labbadia der gleichen Elf, die gegen Dortmund 1:1 gespielt hatte.

Erste Halbzeit im Zeitraffer

Es ist Freitagabend, Sie haben sicher noch was Besseres vor als über Mainz gegen Stuttgart zu lesen, also fassen wir uns kurz, wenn es um die Schilderung der ersten Spielhälfte geht. Diese endete torlos unentschieden, war aber hinsichtlich ihrer Intensität und der taktischen Reife vor allem des VfB-Spiels mit gutem Bundesligadurcschnitt richtig eingeordnet.

Die gewohnt gute Organisation der Stuttgarter erlaubte Mainz nur wenige Torraumszenen, deren beste aus einem verunglückten Kopfball von Zrdavko Kuzmanovic vor dem eigenen Strafraum entsprang. Andreas Ivanschitz erlief sich den Ball, tunnelte Keeper Sven Ulreich und hätte das 1:0 erzielt, wenn Khalid Boulahrouz nicht vor der Torlinie geklärt hätte.

So weit, so gut. Richtig packend wurde das Freitagsspiel aber nach Wiederanpfiff. Wie zu Beginn der ersten Hälfte kam Mainz mit viel Drive auf den Rasen. Nicolai Müller überlupfte den ungewohnt unsicheren Maza und rasselte in Keeper Ulreich hinein, der den Ball schon hatte - eine gelungene Visualisierung des Konzepts "übermotiviert bis in die Haarspitzen". Ulreich hatte sich leicht verletzt, kam aber im nächsten Angriff schon wieder gerade noch rechtzeitig vor dem heranrauschenden Anthony Ujah an den Ball und demonstrierte so viel Mut.

Führung für den VfB - Game Over?

Im direkten Gegenzug ging der VfB dann in Führung (51.). Wie so oft in den letzten Wochen wurde der Ball nach rechts hinausgespielt, wo Martin Harnik im Rücken von Marco Caligiuri zum Flanken kam und Cacau am kurzen Pfosten vollstreckte. Bis hierhin ein VfB-typischer Spielverlauf. Aber nur für zwei Minuten. Dann stand es nämlich 1:1, nachdem Elkin Soto einen feinen Heber in den Strafraum brachte, Ujah einen Schritt schneller als Maza am Ball war und per Kopf den Ausgleich markierte.

Es war das erste Bundesligator des Nigerianers, aber es war noch nicht sein letztes. Zunächst aber gab es Aufregung um Schiedsrichter Guido Winkmann. Der Unparteiische verweigerte Shinji Okazaki einen klaren Foulelfmeter, als der Stuttgarter von Christian Wetklo im Strafraum gerammt wurde. Wohl nur, weil Okazaki nicht zu Boden ging, gab es keinen Pfiff. Den hörte man dafür wenig später auf der anderen Seite, als Maza von hinten recht ungeschickt mit dem Bein gegen Nicolai Müller agierte, der in dieser Situation gar nicht viel machen konnte.

Trotz wilder Proteste der Stuttgarter, für die Ulreich sich anschließend noch die Gelbe Karte abholte, verwandelte Ivanschitz souverän in die rechte Ecke. Im Minutentakt ging es weiter. Ein verunglückter Kopfball von Niko Bungert wäre fast im eigenen Tor gelandet, doch Wetklo lenkte den Ball über die Latte. Aus der folgenden Ecke entstand ein Mainzer Konter, der etwas zu überhastet vorgetragen wurde, doch ein Missverständnis zwischen Ulreich und Cristian Molinaro verhalf Ujah zur Chance, an den Ball zu kommen, und der Stürmer umkurvte den Schlussmann, um zum 3:1 einzuschieben. Das alles passierte innerhalb von 14 turbulenten Minuten.

Hektisch, hektischer, Mainz

Das war aber noch lange nicht der Schlusspunkt, denn Eugen Polanski holte den eingewechselten Christoph Hemlein von hinten von den Beinen und sah dafür hart, aber regelkonform glatt Rot. Doch auch zu zehnt überstand Mainz die Stuttgarter Schlussoffensive - auch, weil Thomas Tuchel skrupellos genug war, den gerade erst eingewechselten Yunus Malli aus taktischen Gründen gleich wieder zu opfern und die Defensive zu festigen.

Es blieb beim 3:1, und in der anschließenden Rudelbildung sah Maza dann nach dem Abpfiff sogar noch Gelb-Rot. Die Emotionen waren da gewesen - und die Mannschaft hatte gewonnen, die besser damit umgehen konnte.

Daniel Raecke

sportal.de / sportal

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