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1. Bundesliga Schock für Bremen - Naldo will weg


Einen Tag, nachdem Klaus Allofs die Abgabe von Spielern in der Winterpause ausgeschlossen hatte, will Abwehrchef Naldo den Club verlassen. Der Brasilianer hat nach eigenen Angaben ein Angebot von Internacional aus Porto Alegre erhalten. Dem Vernehmen nach gab es sogar schon Verhandlungen zwischen den Clubs. 

Werder Bremens Innenverteidiger Naldo will den Club noch vor Ende Januar verlassen. Der Brasilianer hat nach eigener Aussage ein Angebot des brasilianischen Spitzenclubs Internacional. "In Belek werde ich mit Klaus Allofs sprechen", sagte der beste Abwehrspieler von Werder vor Bremer Journalisten am Tag vor dem Abflug ins Trainingslager in der Türkei. 

"Brasilien ist mein Land", sagte Naldo: "Man kann dort so viel Geld verdienen wie in Europa." Damit bestätigt sich ein Trend, der auch schon dazu führte, dass der von vielen europäischen Spitzenclubs umworbene Neymar seinen Vertrag in Santos bis 2014 verlängerte.

Für Naldo ist zudem die Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land ein "großes Ziel, und ich denke, dass ich bei Internacional mehr Chancen auf die WM habe". Naldo spielt seit 2005 bei Werder und hat bisher vier Einsätze für Brasiliens Nationalmannschaft absolviert. Nach einer Pause von 15 Monaten hatte der Abwehrspieler im August sein Comeback gegeben. In 167 Bundesligaspielen für Werder erzielte Naldo 20 Tore.

Allofs: "Kein Spieler ist unverkäuflich"

Sportdirektor Klaus Allofs hatte noch am Vortag gesagt, dass Werder in der derzeit laufenden Transferperiode keinen Spieler abgeben will. Die aktuellen Aussagen seines Abwehrchefs kommentierte er so: "Wir haben immer gesagt, im Einzelfall werden wir alles prüfen, kein Spieler ist unverkäuflich". Der Werder-Boss schränkte jedoch ein: "Im Moment gibt es kein Angebot, worüber wir auch nur annähernd drüber nachdenken." 

Naldo selbst deutete jedoch an, es habe schon ein Gespräch zwischen Allofs und Verantwortlichen des Clubs aus Porto Alegre gegeben. kreiszeitung.de zitiert den Spieler dazu: "Ich weiß aber nicht, was dabei herausgekommen ist". Nach Per Mertesacker wäre Naldo schon der zweite Stamminnenverteidiger, der die Bremer in dieser Saison verlässt. Der deutsche Nationalspieler war im August zu Arsenal gewechselt, Werder hatte dafür mehr als zehn Millionen Euro kassiert.

Da Naldos Vertrag im Sommer 2013 ausläuft, hat der Club noch einen gewissen Verhandlungsspielraum, aber bei einem ähnlich hohen Angebot wie für Mertesacker ist es unwahrscheinlich, dass ein Wechsel scheitern würde. Einigt man sich schnell, könnte Werder zudem die Ablöse reinvestieren, da mit Sebastian Prödl und Andreas Wolf nur zwei bundesligaerfahrene Innenverteidiger zur Verfügung stehen, wenn Sokratis weiter rechts hinten zum Einsatz käme.

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