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1. Bundesliga: Torloses Remis zwischen Bayern und Mainz

Feldüberlegen war der FC Bayern im Heimspiel gegen Mainz, sie verstanden es allerdings nicht, den Gegner so unter Druck zu setzen, dass sich diese Überlegenheit auch in Torerfolgen niederschlagen konnte.

Die Motivationshilfe eines Schalker Derbysieges war ausgeblieben - und das sah man dem Auftritt der Münchner im 800. Bundesliga-Heimspiel auch an. Über 90 Minuten verstanden sie es trotz Feldüberlegenheit nicht, Mainz 05 entscheidend unter Druck zu setzen, so dass sich die Bayern mit einer tristen Nullnummer begnügen mussten.

Der Vorsprung von Borussia Dortmund auf die Bayern ist damit an diesem Spieltag auf acht Zähler angewachsen. Doch das dürfte den Münchnern egal gewesen sein, schließlich hatte Jupp Heynckes bereits vor der Partie dem BVB zur Meisterschaft gratuliert. Ziel war es daher, sich für das Champions-League-Halbfinale am Dienstag gegen Real Madrid aufzuraffen. Auch wenn die Bayern nicht die Bestformation ins Rennen geschickt hatten: Der letzte Auftritt vor dem Champions-League-Halbfinale am Dienstag dürfte den Königlichen sicher keine Angst machen.

Heynckes rotierte kräftig durch

Jupp Heynckes hatte mit Blick auf Dienstag gleich fünf Stammkräfte draußen gelassen. Franck Ribéry, Mario Gomez, Toni Kroos, Philipp Lahm und Luiz Gustavo bildeten zusammen mit Jörg Butt und Danijel Pranjic mit gut und gerne 150 Millionen Euro Marktwert die vielleicht teuerste Bank der Bayern-Geschichte.

Dagegen durfte Bastian Schweinsteiger versuchen, sich für einen Madrid-Einsatz in Form spielen. Ihm war im erst zweiten Spiel nach Verletzungspause von Beginn an der fehlende Rhythmus deutlich anzumerken. Zwischendurch fasste sich der in dieser Saison von mehreren Verletzungen gebremste Mittelfeldchef auch an das Knie, blieb aber auf dem Feld.

Chancen trotz drückender Überlegenheit Mangelware

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena gab es kaum zwingende Torchancen zu bestaunen. Bei Mainz verfehlten Andreas Ivanschitz (7. Minute) und Adam Szalai (36.) mit Distanzschüssen das Ziel. Bei den Bayern hatte Anatoliy Tymoshchuck mit einem Pfostentreffer aus 20 Metern Pech. Nach einem langen Ball von Jerome Boateng sah Schiedsrichter Markus Schmidt den enteilten Robben im Abseits; nichts war's mit einer Großchance für den auch diesmal glücklosen Niederländer.

Die dickste Möglichkeit besaß dann Ivica Olic kurz vor der Pause (44.). Nach Vorarbeit von Schweinsteiger und Thomas Müller hatte der Mainzer Keeper Heinz Müller aber keine Mühe mit dem Lupf-Versuch des Gomez-Ersatzes. Zum sichtbaren Ärger von Heynckes an der Seitenlinie.

Für den leicht angeschlagenen David Alaba kam zur zweiten Hälfte Franck Ribéry. Mehr und mehr erhöhten die Bayern, auch mit der Hereinnahme von Gomez für Olic (61.), dann den Druck auf das Mainzer Tor. In der 64. Minute verfehlte der Torschützenkönig das Ziel nach Vorarbeit von Müller und Robben. Und auch in der Schlussphase gab es keinen Grund mehr zum Münchner Jubel.

sportal.de / sportal

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