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2. Bundesliga: Erstliga-Absteiger Düsseldorf rutscht tief in die Krise

Das 1:6-Debakel gegen Paderborn hat die Düsseldorfer Fortunen regelrecht gelähmt: Auch beim VfR Aalen spielten die Rheinländer schwach und verloren verdient. Der VfL Bochum darf dagegen wieder jubeln.

Die sportliche Krise beim Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf hält an. Eine Woche nach dem 1:6-Heimdebakel gegen den SC Paderborn musste sich der Aufstiegskandidat am Freitagabend auswärts dem VfR Aalen mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Durch die fünfte Saisonniederlage seines Teams wird die Lage für den in der Kritik stehenden Fortuna-Trainer Mike Büskens zunehmend prekärer. Schlusslicht FC Ingolstadt verfehlte durch das 1:1 (1:0) in Paderborn seinen dritten Auswärtserfolg in Serie und verharrt auf dem letzten Tabellenplatz. Der VfL Bochum gewann 1:0 (1:0) bei Energie Cottbus und freute sich über den ersten Sieg seit dem 15. September.

Von ihren zahlreichen Wiedergutmachungs-Ankündigungen nach dem Paderborn-Desaster setzten die Düsseldorfer fast gar nichts um. Vor allem in der Offensive fehlten Konzepte und Ideen, um solide Aalener zu gefährden. Bis auf zwei Versuche von Mathis Bolly (6./26. Minute) blieben die Rheinländer vor der Pause total ungefährlich. Auf der Gegenseite schockte Robert Lechleiter (23.) die Fortuna mit seinem 1:0, das durch einen Fehler von Leon Balogun eingeleitet worden war. "Vollkommen unnötig", schimpfte Manager Wolf Werner und forderte in der Halbzeit: "Die Mannschaft muss anfangen, sich zu wehren."

Doch es änderte sich nichts an der schwachen Vorstellung, auch die späte Einwechslung von Joker Aristide Bancé blieb erfolglos. "Das ist für uns alle keine einfache Situation", klagte Coach Büskens. "Wir waren hektisch in den Abschlüssen. Aber die Mannschaft hat alles investiert." Unrühmlich zudem: Gleich zweimal musste Referee Frank Willenborg die Partie für einige Minuten unterbrechen, da aus dem Fortuna-Fanblock Feuerwerkskörper auf dem Spielfeld gelandet waren.

Bochum atmet durch

Beim FC Ingolstadt läuft es unter dem neuen Trainer Ralph Hasenhüttl weiter vielversprechend, auch wenn den Schanzern in Paderborn nicht der erhoffte Dreier gelang. Der Brasilianer Caiuby (27.) hatte in einer ansehnlichen Partie zwar für die Ingolstädter alles auf den Weg gebracht, als er nach einer Ecke aus dem Wirrwarr heraus am schnellsten schaltete und einnetzte. Mitte der zweiten Halbzeit rettete Markus Krösche (64.) den Ostwestfalen aber ein 1:1.

Auch im Bochumer Umfeld darf durchgeatmet werden. Durch den hart erkämpften 1:0-Sieg in Cottbus machte das Team von Trainer Peter Neururer einen Sprung nach oben, die Elf aus der Lausitz musste dagegen ihre zweite Niederlage hintereinander einstecken. Die Gastgeber waren zwar spielerisch überlegen, agierten aber im Angriffsspiel viel zu berechenbar. Den Bochumern reichte eine gute Chance zum Treffer durch Richard Sukuta-Pasu (37.). Bei Energie wird es jetzt für Trainer Rudi Bommer enger, Präsident Ulrich Lepsch kündigte "Gespräche mit allen Beteiligten" in den kommenden Tagen an.

dho/DPA / DPA

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