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2. Bundesliga: St. Pauli und Frankfurt feiern Heimsiege

Der FC St. Pauli hat den negativen Heimtrend beendet und den FSV Frankfurt mit 2:1 besiegt. Damit bleiben die Hanseaten dem Spitzentrio auf den Fersen. Dazu zählt bekanntlich auch die Eintracht aus Frankfurt, die keine große Mühe mit den Zebras aus Duisburg hatte. Eine Premiere feierte hingegen Alemannia Aachen.

Der FC St. Pauli hat den Anschluss an das Spitzentrio gehalten. Nach zuletzt zwei Heimniederlagen feierte die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer André Schubert beim 2:1 (2:0) gegen den FSV Frankfurt den geforderten Pflichtsieg und festigte damit ihren vierten Platz.

Vor 24.487 Zuschauern im erneut ausverkauften Stadion am Millerntor erzielten Max Kruse (3.) und Deniz Naki (30.) die Tore für die Hanseaten. Die Gäste spielten zwar gefällig mit, aber nur Marcel Gaus (76.) nutzte eine der sich bietenden Einschussmöglichkeiten.

Die wegen Verletzungen und Sperren auf fünf Positionen umformierte St. Pauli-Elf agierte zielstrebiger und vor allem effektiver als die Hessen. Kruse war früh mit einem von Gledson unhaltbar abgefälschten Schuss und seinem achten Saisontreffer zur Stelle.

Der nach langer Verletzungspause erstmals wieder aufgebotene Naki erhöhte nach einer schönen Kombination und Kruses Vorlage, während Frankfurt durch Karim Benyamina (42.) und Zafer Yelen (43.) nur den Pfosten traf. Nach der Pause drängte dann der FSV, schaffte aber lediglich das Anschlusstor.

Frankfurt bleibt auf Kurs

Eintracht Frankfurt bleibt dagegen weiter ungeschlagen auf Aufstiegskurs. Die Hessen feierten beim 3:0 (1:0) gegen den MSV Duisburg ihren achten Saisonsieg und bleiben mit 28 Punkten erster Verfolger von Tabellenführer Greuther Fürth (29). Vor 39.900 Zuschauern schossen Erwin Hoffer (35./53.) mit einem Doppelpack und Alexander Meier (65.) mit seinem achten Saisontor den verdienten Erfolg heraus.

Der Favorit benötigte eine halbe Stunde, um gegen die defensiv eingestellten Gäste ins Spiel zu finden. Zunächst fehlte es im Mittelfeld an Ideen und ohne den verletzten Torjäger Theofanis Gekas (Muskelfaserriss) an der nötigen Durchschlagskraft im Angriff.

Ein fulminanter Freistoß von Benjamin Köhler (32.) an das Lattenkreuz war dann das Startsignal zu einer überzeugenden Offensive der Eintracht. Mit dem Sieg tankten die Hessen Selbstvertrauen für das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal am Mittwoch gegen Bundesligist 1. FC Kaiserslautern.

Aachen kann doch gewinnen

Für die kriselnde Alemannia aus Aachen hat das lange Warten auf den ersten Saisonsieg ein Ende. Nach dem 3:1 (2:0) im Kellerduell mit dem Vorletzten FC Ingolstadt 04 schöpft das bisherige Schlusslicht neue Hoffnung.

Vor 14.300 Zuschauern im Tivoli-Stadion trafen Seyi Olajengbesi (22.), Benjamin Auer (27.) und David Odonkor (90.+2) zum hart erkämpften Erfolg der Alemannia. Die Gäste, die durch Edson Buddle (52.) zum Anschlusstor kamen, kassierten ihre vierte Niederlage in Serie und übernahmen damit die Rote Laterne.

Wie schon beim 1:1 am vorigen Spieltag in Dresden war beim Team von Trainer Friedhelm Funkel ein Aufwärtstrend erkennbar. Ein Doppelschlag nach Standardsituationen ebnete den Weg zum Sieg. Abwehrspieler Olajengbesi drückte den vom Pfosten abgeprallten Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Nur fünf Minuten später beendete Aachens Torjäger Auer seine Torflaute und erzielte seinen ersten Saisontreffer. Doch nach dem 1:2 durch Edson, der per Kopf traf, begann für den Gastgeber das große Zittern. Erst das Kontertor von Odonkor kurz vor dem Schlusspfiff sorgte für die Erlösung.

Union verschenkt Auswärtssieg

Der 1. FC Union Berlin hat indes den ersten Auswärtssieg dieser Saison verschenkt. Die Hauptstädter kamen trotz personeller Überzahl und zahlreicher Torchancen nicht über ein 1:1 (0:1) beim FC Erzgebirge Aue hinaus. Die Gastgeber gingen vor 10.100 Zuschauer dank Thomas Paulus per Foulelfmeter (13.) in Führung, Union konnte durch einen direkt verwandelten Freistoß von Torsten Mattuschka (18.) ausgleichen.

Dennoch war deutlich mehr drin für die Gäste, denn sie spielten gut 55 Minuten in Überzahl, nachdem Aues Mittelfeldspieler Marc Hensel nach wiederholtem Foulspiel (35.) frühzeitig die Gelb-Rote Karte sah.

Doch selbst beste Chancen ließen die Berliner aus. Aue beschränkte sich in der zweiten Halbzeit nur auf Konter und konnte nur wenige Akzente im Offensivspiel setzen. Die Chance zum Sieg hatte Berlin, als Mattuschka (56.) bei einem weiteren Freistoß nur die Latte traf. Aue hatte durch den eingewechselten Guido Kocer (65.) die Möglichkeit zum Sieg, doch der Innenpfosten rettete für die Gäste.

sportal.de / sportal

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