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2. Bundesliga: Unaufsteigbare Fürther kontern - Aachen im Pech

Fürth und Eintracht Frankfurt geben in der 2. Liga weiter den Ton an. Mit Siegen erhöhte das Führungsduo den Druck auf die Verfolger St. Pauli und Düsseldorf, die am Montag den Spieltag beschließen. Ganz viel Pech hatte Schlusslicht Aachen.

Die unaufsteigbaren Fürther lassen Eintracht Frankfurt einfach nicht auf den Zweitliga-Thron. Mit beeindruckender Effektivität behaupteten die Franken am Sonntag mit dem 2:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue den Platz an der Sonne. Mit 26 Punkten zog das gereifte Team von Trainer Mike Büskens wieder am Aufstiegsfavoriten aus Hessen (25 Zähler) vorbei. Die Eintracht hatte am Freitagabend einen beeindruckenden 2:0-Auswärtssieg beim VfL Bochum vorgelegt.

"Wir wollen als kleiner Verein etwas Großes leisten", sagte Büskens zum Fürther Ziel, in dieser Spielzeit endlich den Traum von der Bundesliga zu realisieren. Seit dem 6. Spieltag stehen die Franken oben. Nationalspieler Milorad Pekovic, der mit Montenegro noch die EM-Teilnahme 2012 schaffen will, ebnete den Weg zum fünften Heimerfolg in Serie mit einem krachenden Distanzschuss (41. Minute), als Aue nach einer Verletzung von Jan Hochscheidt in Unterzahl agierte. Mergim Mavraj hatte Hochscheidt böse gefoult, aber statt Rot nur Gelb gesehen. Einen Konter nutzte der Spanier Sararer (58.) vor 10 560 Zuschauern zur Entscheidung zugunsten des Spitzenreiters.

Spitzenspiel am Millerntor

Im elften Saisonspiel verpasste für Alemannia Achen in letzter Sekunde die Erlösung des ersten Saisonsieges. Der Tabellenletzte führte in Dresden durch einen von Aimen Demai (34.) verwandelten Foulelfmeter bis in die Nachspielzeit. Dann erzielte Pavel Fort (90.+3) mit dem Kopf das 1:1 für Dresden. Energie Cottbus konnte im dritten Sonntagspiel einen 1:0-Sieg beim FSV Frankfurt bejubeln. Rok Kronaveter (86.) traf eine Minute nach seiner Einwechslung per Kopf - ein Glücksgriff von Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Abgeschlossen wird der 11. Spieltag am Montagabend mit dem Verfolgerduell St. Pauli gegen Fortuna Düsseldorf. Beide Teams liegen mit 22 Punkten in Lauerstellung hinter dem Führungsduo.

Beim Topfavoriten Eintracht Frankfurt herrscht nach dem fünften Sieg im sechsten Auswärtsspiel eitel Sonnenschein. "Wir dürfen keinen Tick nachlassen. Und wir dürfen uns nicht einlullen lassen", mahnte Trainer Armin Veh nach dem Sieg in Bochum nach einem Eigentor von VfL-Profi Jonas Acquistapace und einem gefühlvollen Kopfball von Routinier Benjamin Köhler.

Ein willkommener Punktelieferant in Auswärtsspielen bleibt der FC Ingolstadt. Das 1:3 am Samstag im Kellerduell beim MSV Duisburg war die sechste Niederlage im sechsten Spiel. Duisburg begann grottenschlecht und hatte Glück beim wegweisenden 2:1 von Branimir Bajic (63.), der im Abseits stand. "Ich muss mich für die erste Halbzeit entschuldigen", meinte Duisburgs Trainer Milan Sasic.

Auf seine Heimstärke kann sich Union Berlin verlassen. Die Köpenicker fuhren beim 2:0 gegen Karlsruhe am Samstag den fünften Sieg nacheinander im eigenen Stadion ein. Christopher Quiring (15.) und Michael Parensen (79.) trafen vor 16 301 Zuschauern.

Beim TSV 1860 München zieht nach dem 0:2 am Freitagabend in Rostock der erste Herbststurm auf. Der Druck auf Trainer Reiner Maurer wächst nach der dritten Niederlage nacheinander. "Ich muss meine Arbeit weitermachen", erklärte Maurer, der ganz schnell ein Erfolgserlebnis benötigt. "Wenn man verliert, hat man nicht viele Argumente", bemerkte Sportchef Florian Hinterberger.

kbe/DPA / DPA

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