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Afrika-Cup: Togo trauert, Südafrika teilt aus

Kein halbes Jahr vor Beginn der Fußball-WM hat der Terroranschlag auf Togos Nationalmannschaft Afrikas Fußball bis ins Mark getroffen. Während in Togo Staatstrauer herrscht, ist die Diskussion um die Sicherheit neu entflammt. Die Südafrikaner halten die Aufregung für übertrieben.

Beim Eintreffen auf dem Flughafen in Lomé warteten trotz später Stunde Tausende Menschen auf die Nationalspieler Togos, die von Ministerpräsident Gilbert Houngbo begrüßt wurden. Als die Särge mit den beiden getöteten Delegationsmitgliedern über das Rollfeld getragen wurden, herrschte Stille, viele Menschen weinten. Houngbo sprach von einem "traurigen Tag und einer Schande für den afrikanischen Fußball".

Zwei Tage nach dem Terroranschlag hatte die Nationalmannschaft Togos auf Anordnung von höchster Stelle in einem Regierungsflugzeug die Heimreise vom Afrika-Cup in Angola angetreten. "Wir müssen um unsere Toten trauern. Wir fliegen nach Hause, um das zu tun", sagte Kapitän Emmanuel Adebayor beim Betreten des Flugzeuges. In Togo wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

Afrika-Cup beginnt mit Schweigeminute

Der 27. Afrika-Cup wurde trotz des blutigen Überfalls planmäßig gestartet. Das Eröffnungsspiel in Luanda bestritten Gastgeber Angola und Mali, sie trennten sich in einer kuriosen Partie mit 4:4. Das Team von Mali lag bis zur 79. Minute mit 0:4 zurück und startete dann eine erstaunliche Aufholjagd. Nach zwei Toren von Seydou Keita sowie Treffern von Frédéric Kanouté vom FC Sevilla und Mustapha Yatabaré gelang Mali noch der Ausgleich. Der Trainer von Angola, Manuel José, sagte danach: "In meiner 42-jährigen Trainerlaufbahn habe ich so etwas zum ersten Mal erlebt."

Vor der Partie war mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht worden. Der angolanische Präsident Jose Eduardo dos Santos verurteilte den Anschlag auf die Togoer in seiner Ansprache, betonte aber zugleich, dass am Spielort Cabinda festgehalten werde. In der ölreichen Enklave sollte Togo ursprünglich am Montagabend gegen die "Black Stars" aus Ghana antreten.

Schwere Vorwürfe gegen Gastgeber Angola

Die togoischen Spieler hatten sich noch am Sonntagmorgen einstimmig dafür ausgesprochen, an dem Kontinental-Turnier teilzunehmen. "Wir haben uns entschieden, etwas Gutes zu tun für das Land und zu Ehren derer zu spielen, die gestorben sind. Leider haben sich der Staatschef und die Regierung anders entschieden", sagte Adebayor bei Radio RMC.

Lange Zeit herrschte nach dem verheerenden Attentat am Freitag im Grenzgebiet zwischen Kongo-Brazzaville und Angola jedoch Unklarheit, ob die Spieler Togos an diesem Montag gegen Ghana antreten würden. "Wir sind gekommen, um ein Fußball-Fest zu feiern, jetzt aber ist es, als würde man in den Krieg ziehen", hatte Torhüter Kossi Agassa erklärt. Und auch Adebayor hatte sich zunächst klar für ein Abreise ausgesprochen. Dann aber traf sich die Mannschaft am Samstagabend und beschloss, antreten zu wollen. "Wir können die Toten und Verletzten nicht zurücklassen und davonlaufen wie Feiglinge", sagte Profi Alaixys Romao der französischen Sport-Tageszeitung "L'Équipe".

Ministerpräsident Huongbo bekräftigte aber wenig später die Position der Regierung Togos und beorderte das Team zurück. "Angola und der Afrikanische Verband CAF haben keine ausreichenden Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der togoischen Mannschaft zu gewährleisten", sagte Huongbo.

Südafrika wehrt sich gegen Zweifel an WM-Sicherheit

Der Weltverband Fifa und die örtlichen Organisatoren hatten schon am Samstag ihre Absicht bekräftigt, das Turnier trotz der Bluttat auszutragen. "Wir hoffen, dass Fußball stärker ist als jeder Anschlag. Deshalb wird der Afrika Cup stattfinden", sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter. Dass der Zwischenfall im 1000 Kilometer entfernten Angola Auswirkungen auf die WM in Südafrika haben könnte, wurde von den Organisatoren am Kap bestritten. Die Tat habe nichts mit der Lage in Südafrika zu tun, betonte WM-Kommunikationschef Rich Mkhondo. Das sei so, als ob man einen Vorfall in Tschetschenien mit der Situation in Großbritannien in Verbindung zu bringen versuchte. Der "schockierende und inakzeptable Angriff auf die Mannschaft Togos" sollte in seiner Bedeutung "nicht übertrieben" werden, sagte Südafrikas Präsident Jacob Zuma.

Doch all diese Versicherungen konnten die Sorge um die Sicherheit während der WM nicht zerstreuen. "Ein chaotisches und lebensgefährliches Turnier weckt neue Zweifel an der Organisation einer Fußball-WM", schrieb "Die Presse" in Österreich. Das spanische Blatt "El Mundo" sieht "31 WM-Teilnehmer - alle mit Ausnahme des Gastgeberlandes Südafrika - aufgeschreckt und in Alarmstimmung".

Südafrikas Fußballverband kritisierte die Berichterstattung ausländischer Medien als "unverantwortlich". "Es ist eine sehr gefährliche Generalisierung, wenn Leute einfach behaupten, weil es in Angola geschehen sei, werde es auch in Südafrika passieren", sagte Verbandspräsident Kirsten Nematandani.

Ersatztorwart außer Lebensgefahr

Während Vereine aus England versuchen wollen, ihre Akteure schnellstmöglich aus Angola heimzuholen, herrschte beim Bundesliga-Ersten aus Bayer Leverkusen erst einmal Erleichterung. Bayer-Profi Assimiou Touré überstand den Überfall unbeschadet.

Am Freitagabend war der Bus der Togoer auf der Anreise kurz nach Überqueren der angolanischen Grenze unter Beschuss genommen worden. Bei dem Anschlag wurden ein Assistenz-Trainer und der Pressesprecher des Teams getötet. Ein angolanische Busfahrer, der zunächst ebenfalls für tot erklärt worden war, schwebt in Lebensgefahr. Insgesamt erlitten neun Menschen Verletzungen, darunter drei Nationalspieler. Der von einer Kugel im Rücken getroffene Ersatztorwart Kodjovi Obilale hat eine Operation im Krankenhaus von Johannesburg gut überstanden. Er sei "komplett außer Gefahr", teilte einer der behandelnden Ärzte in der Johannesburger Privatklinik am Montag mit.

Die angolanische Polizei nahm unterdessen zwei Verdächtige fest. Es soll sich um Kämpfer für die Unabhängigkeit der Exklave Cabinda handeln, wo der Überfall passierte. Wie die Behörden erst am Montag mitteilten, erfolgten die Festnahmen bereits am Freitag, dem Tag des Anschlags.

joe/DPA/APN/AFP / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(