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Ailtons tränenreicher Abschied: "Mein Platz bleibt hier"

So viele Gefühle! Mit einem großen letzten Spiel hat sich "Kugelblitz" Ailton von seinem Herzensverein Werder Bremen verabschiedet - und scheiterte zur Feier des Tages mit einem Elfmeter an Tim Wiese.

Tränen, warme Worte, Familie - und nochmal Tränen. Der letzte Auftritt Ailtons vor Bremer Publikum war eine ganz emotionale Sache. Am Ende stand der "Kugelblitz" mit seinen Lieben an dem Mittelkreis, an dem er seine größten Erfolge gefeiert hat, weinte zu "I did it my Way" wie ein Schlosshund und beendete seine ganz besondere Karriere. Um ihn herum standen die Menschen, die ihn begleitet hatten, auch sein langjähriger Trainer Thomas Schaaf. Er habe bei vielen Vereinen gespielt, sagte Ailton, "aber in meinem Herzen gibt's nur eins: Werder Bremen. Mein Platz bleibt hier."

Das eigentlich unwichtige Ergebnis dieser Partie, zu der noch einmal einige Fußball-Legenden auf dem Platz zusammengefunden hatten, war dann 8:4. Vor über 40.000 Zuschauern im ausverkauften Bremer Weserstadion bezwangen damit Werders Double-Sieger von 2004 die Ailton Allstars. Unter anderem standen Mario Basler, Giovane Elber und Ailtons Tochter Alexandra auf dem Platz. Ebenfalls mit dabei: Der Bremer Ex-Keeper Tim Wiese, der inzwischen bekanntlich mehr mit Muskeln als mit Torwartleistungen glänzt. Drei Bälle des Scheidenden ließ er in diesem Spiel durch, einmal fand er aber offenbar doch zu alter Stärke zurück - und parierte einen Elfmeter.

Ailton war 2004 als erster ausländischer Profi Deutschlands Fußballer des Jahres. Für Werder Bremen, Schalke 04, den Hamburger SV und den MSV Duisburg erzielte der Brasilianer in 219 Bundesligaspielen 106 Treffer.

car

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