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Alex Alves: Hertha zahlt Tochter eines verarmt verstorbenen Ex-Spielers Sparvertrag aus

Hertha BSC hat der Tochter des früheren Berliner Profis Alex Alves einen Sparvertrag ausgezahlt, um sie finanziell zu unterstützen. Der brasilianische Fußballer war vor fünf Jahren verarmt gestorben.

Alex Alves Hertha BSC Berlin

Alex Alves im Hertha-BSC-Trikot im Jahr 2002 nach einem Bundesliga-Spiel mit seiner damaligen Ehefrau Nadja und Töchterchen Alessandra auf dem Arm

Der Fußballverein Hertha BSC Berlin hat der Tochter des Ex-Profis Alex Alves, der von 2000 bis 2003 für den Hauptstadtklub spielte, eine Ausbildungsversicherung übergeben. Der Grund dafür ist ziemlich traurig. Alves starb am Dienstag genau vor fünf Jahren an einer seltenen Blutkrankheit. Der frühere Torjäger war zu diesem Zeitpunkt vollkommen verarmt. Damals entschloss sich der Verein, für die damals 13-jährige Tochter Alessandra einen Sparvertrag abzuschließen, um sie finanziell in der Ausbildung zu unterstützen. Weil Alessandra Anfang Oktober volljährig wurde, kann sie sich das Geld auszahlen lassen oder weiter sparen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung".

In den dreieinhalb Jahren, die Alex Alves für spielte, erzielte er in 81 Spielen 25 Tore. Richtig heimisch wurde Aleves in Berlin aber nie. Unvergessen ist sein Tor aus dem Jahr 2000, das er gegen den 1. FC Köln erzielte, und mit dem er Bundesliga-Geschichte schrieb. Alves zimmerte den Ball damals direkt vom Anstoßpunkt (fast) in den Winkel - es war der Treffer des Jahres.

Alex Alves war ein exzentrischer Profi

Der brasilianische Angreifer war kein pflegeleichter Profi, genauso talentiert wie undiszipliniert. Die Strafgelder, die er vom Klub aufgebrummt bekam, halten immer noch den vereinsinternen Rekord. Der damalige Hertha-Manager Dieter Hoeneß hatte für eine Rekordsumme von 7,6 Millionen Euro verpflichtet. Mit dem Brasilianer wollte Hertha, das sich für die Champions League qualifiziert hatte, international mithalten. Ebenso unvergessen ist der weiße Pelzmantel, in dem der Stürmer bei einer Weihnachtsfeier auftauchte. 

Nachdem Alves Hertha verlassen hatte, ging es mit seiner Karriere steil bergab. Er wechselte zurück nach Brasilien und blieb bei keinem Klub länger als ein Jahr, meistens sogar nur Monate. 2008 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert, die sich später als eine extrem seltene, ererbte Knochemarkskrankheit herausstellte. Am 14. November 2012 starb er nach Chemotherapie und Konchemarkstranplantation in einem Krankenhaus der brasilianischen Provinzstadt Jaú. Von seinen Millionen, die er im Lauf seiner Karriere verdient hatte, war nichts mehr übrig.

tis

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